Jon Cypher ist tot: Hill-Street-Blues-Chef und Man-at-Arms aus Masters of the Universe wurde 94
Jon Cypher ist tot. Der Schauspieler aus „Hill Street Blues“, „Masters of the Universe“ und „Major Dad“ starb im Alter von 94 Jahren.
Jon Cypher ist tot. Der US-Schauspieler starb bereits letzte in seinem Haus in Oregon, wie seine Familie dem lokalen Portal Ashland News bestätigte. Er wurde 94 Jahre alt und starb im Beisein seiner Frau. Eine offizielle Todesursache nannte die Familie nicht.
Der Polizeichef aus Hill Street Blues
Deutschen Krimifans dürfte Jon Cypher vor allem als Polizeichef Fletcher Daniels aus „Polizeirevier Hill Street“ in Erinnerung bleiben, im Original besser bekannt als „Hill Street Blues“. Zwischen 1981 und 1987 spielte er den politisch geschickten, mitunter hinterhältigen Vorgesetzten in mehr als 70 Episoden der NBC-Copserie.
Die Serie war nie ein Quotenhit, in der ersten Staffel landete sie nur auf Platz 27 der US-Primetime-Charts. Ihr Einfluss auf spätere Qualitätsserien war trotzdem enorm. Die Serie gewann 26 Emmys und war die erste, die viermal in Folge den Preis für die beste Dramaserie holte.
Man-at-Arms und Familienvater in Uniform
Noch während der Hill-Street-Blues-Jahre wurde Cypher 1987 für den Fantasy-Actionfilm „Masters of the Universe“ besetzt. Darin spielte er Duncan alias „Man-at-Arms“, einen der wichtigsten Verbündeten von He-Man in dem mittlerweile zum Kultfilm avancierten Kinoabenteuer.
1990 folgte eine weitere prägende Rolle. Cypher stieß in der CBS-Sitcom „Major Dad“ als Brigadegeneral Marcus Craig zum Cast und blieb der Serie für ihre letzten drei Staffeln bis 1993 treu.
Vom Broadway zur Daily Soap
Cyphers Karriere begann bereits in den 1950er-Jahren. Sein erster Auftritt im Fernsehen war 1957 die Rolle des Prinzen Christopher in der legendären CBS-Liveübertragung des Rodgers-und-Hammerstein-Musicals „Cinderella“ mit Julie Andrews in der Hauptrolle, die mehr als 100 Millionen Zuschauer verfolgten.
Parallel baute er eine beachtliche Broadway-Karriere mit insgesamt neun Rollen auf, darunter „The Night of the Iguana“, „Man of La Mancha“ und „1776“. Danach folgten Jahre in Daily-Soaps wie „General Hospital“, „As the World Turns“ und „Santa Barbara“ sowie Gastauftritte in Klassikern von „Bonanza“ bis „Knight Rider“ und „Murder, She Wrote“.
Abschied von einer TV-Legende
Abseits der Schauspielerei sang Cypher Oper in vier Sprachen und veröffentlichte ein Buch mit Limericks. Er hinterlässt seine Frau Carol Rosin, mit der er 40 Jahre verheiratet war. Bestattet werden soll er auf dem Forest Conservation Burial Ground im oregonischen Ashland.
Wer sich noch einmal an sein bekanntestes Kinoabenteuer erinnern will, kann „Masters of the Universe“ von 1987 derzeit bei Prime Video streamen.