Von Stranger Things bis The Expanse: Diese Sci-Fi-Serien prägen die Streaming-Ära
Von Stranger Things über Severance bis The Expanse: Diese Sci-Fi-Serien haben das Streaming-Zeitalter geprägt und sind bei Netflix, Apple TV, HBO Max und Prime Video verfügbar.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 23. August 2026
Science-Fiction hat sich im Streaming-Zeitalter auch neu erfunden. Wo früher ein einzelner Sender über Fortsetzung oder Absetzung entschied, produzieren Netflix, Apple TV, HBO Max und Prime Video heute ganze Universen mit Millionenbudget, von Asimovs Foundation bis zu Liu Cixins Trisolaris-Trilogie.
Wer wissen will, welche Serien das Genre in den vergangenen Jahren wirklich geprägt haben, findet hier zehn Titel, die von Zeitreisen über Androiden-Themenparks bis zu Pilzapokalypsen reichen. Manche sind bereits abgeschlossen, andere laufen gerade auf Hochtouren.
Platz 1, Stranger Things auf Netflix
„Stranger Things“ ist das Aushängeschild der Streaming-Ära schlechthin. Fünf Staffeln und 42 Folgen erzählt Netflix die Geschichte von Elf und ihren Freunden aus dem verschlafenen Hawkins, die gegen eine finstere Parallelwelt namens Upside Down kämpfen. Millie Bobby Brown wurde durch die Rolle zum Weltstar, der Soundtrack sorgte mit Kate Bushs „Running Up That Hill“ für einen Chart-Hit Jahrzehnte nach dessen Erscheinen. Wer die Saga schauen will, braucht mehrere Abende, wer nur reinschnuppert, findet mit Staffel eins den perfekten Einstieg.
Platz 2, Severance auf Apple TV
„Severance“ gehört zu den prestigeträchtigsten Serien, die Apple TV bislang produziert hat. Adam Scott spielt einen Büroangestellten, dessen Erinnerungen an Arbeit und Privatleben chirurgisch getrennt wurden, an seiner Seite brillieren Britt Lower und John Turturro. Zwei Staffeln mit 19 Folgen hat Regisseur Ben Stiller bislang erzählt, die kühle Bürowelt von Lumon Industries wurde für ihr Titeldesign sogar mit einem Emmy ausgezeichnet. Eine dritte Staffel ist bereits bestätigt, für einen Marathon reichen zwei intensive Abende.
Platz 3, The Last of Us auf HBO Max
„The Last of Us“ übertrug erstmals ein großes Videospiel glaubwürdig auf den Bildschirm. Pedro Pascal und Bella Ramsey spielen Joel und Ellie, die sich durch ein von einem Pilzvirus zerstörtes Amerika kämpfen. Zwei Staffeln mit 16 Folgen liegen bei HBO Max bereits vor, eine dritte ist fest eingeplant. Die Serie überzeugt weniger durch Action als durch die Beziehung ihrer beiden Hauptfiguren, was ihr auch bei Zuschauern ohne Videospiel-Bezug Kultstatus einbrachte. Ein Abend pro Staffel reicht locker aus.
Platz 4, The Boys auf Amazon Prime Video
„The Boys“ drehte das Superhelden-Genre einmal komplett auf links. Karl Urban, Antony Starr und Jack Quaid tragen eine Satire über einen Konzern, der seine korrupten Superhelden wie Popstars vermarktet. Fünf Staffeln und 40 Folgen erzählte Prime Video zwischen 2019 und 2026, im Mai 2026 lief die letzte Episode. Wer das ganze Ausmaß der Vought-Verschwörung erleben will, sollte von vorn beginnen, die Grundidee funktioniert aber auch nach einem Staffel-Wochenende.
Platz 5, Westworld auf HBO Max
„Westworld“ zeigte schon 2016, wie ambitioniert Science-Fiction im Prestige-Fernsehen sein kann. Evan Rachel Wood und Thandiwe Newton spielen Androiden in einem Wildwest-Themenpark, die nach und nach ein eigenes Bewusstsein entwickeln. Vier Staffeln mit 36 Folgen entstanden bis 2022, basierend auf Michael Crichtons Filmvorlage von 1973. Die Serie zählt bei HBO Max zu den Klassikern der frühen Streaming-Ära und lohnt sich für alle, die komplexe Zeitstrukturen mögen. Für Staffel eins sollte man sich ein langes Wochenende freihalten.
Platz 6, Foundation auf Apple TV
„Foundation“ nimmt sich vor, Isaac Asimovs jahrzehntelang als unverfilmbar geltende Romanreihe auf den Bildschirm zu bringen. Jared Harris und Lee Pace führen durch eine tausendjährige Saga um den Untergang eines galaktischen Imperiums. Drei Staffeln mit 30 Folgen hat Apple TV bislang veröffentlicht, das Budget zählt zu den höchsten der Streaming-Geschichte. Wer sich auf die verschachtelte Zeitstruktur einlässt, bekommt eines der ambitioniertesten Weltraumepen der letzten Jahre.
Platz 7, Fallout auf Amazon Prime Video
„Fallout“ erzählt eine eigenständige Geschichte im Universum des gleichnamigen Videospiels, statt nur die Vorlage nachzuerzählen. Ella Purnell und Walton Goggins tragen die postapokalyptische Handlung um eine junge Bunkerbewohnerin, die zum ersten Mal die verstrahlte Oberfläche betritt. Zwei Staffeln mit 16 Folgen hat Prime Video seit 2024 veröffentlicht, eine dritte befindet sich in Produktion. Der trockene Humor macht die Serie zu einem der originellsten Genre-Beiträge der letzten Jahre, eine Staffel schafft man an einem langen Abend.
Platz 8, 3 Body Problem auf Netflix
„3 Body Problem“ adaptiert Liu Cixins mit dem Hugo Award ausgezeichnete Romanreihe über den ersten Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation. Benedict Wong und Jess Hong führen durch eine Handlung, die von der chinesischen Kulturrevolution bis zu einer Invasion in ferner Zukunft reicht. Acht Folgen umfasst Staffel eins, produziert von den Game-of-Thrones-Machern David Benioff und D. B. Weiss. Zwei weitere Staffeln sind bestätigt, ein Abend genügt für den Einstieg.
Platz 9, Silo auf Apple TV
„Silo“ verlegt die Endzeit unter die Erde. Rebecca Ferguson spielt eine Ingenieurin, die im Inneren eines Bunkers mit 144 Stockwerken den Mord an ihrem Partner aufklären will und dabei auf ein gefährliches Geheimnis der gesamten Gesellschaft stößt. Die Vorlage stammt aus Hugh Howeys Romanreihe. Drei Staffeln mit mehr als 27 Folgen hat Apple TV bislang veröffentlicht, eine vierte ist bereits gebucht. Das klaustrophobische Setting macht die Serie zu einem der dichtesten Dystopie-Erlebnisse der letzten Jahre.
Platz 10, The Expanse auf Amazon Prime Video
„The Expanse“ gilt unter Sci-Fi-Fans als eine der konsequentesten Weltraumopern überhaupt. Steven Strait und Dominique Tipper führen durch ein Sonnensystem, in dem Erde, Mars und die Bewohner des Asteroidengürtels um Ressourcen und Macht ringen. Sechs Staffeln mit 62 Folgen entstanden zwischen 2015 und 2022, nach der Absetzung durch Syfy sorgten Fans mit einer breiten Rettungsaktion dafür, dass Amazon die Serie übernahm. Für die komplette Reise braucht man deutlich mehr Geduld als bei den anderen neun Serien.
Wie man sich entscheidet, wenn die Zeit knapp ist
Wer nur einen Abend Zeit hat, greift zu „3 Body Problem“ oder „Fallout“, beide liefern in wenigen Folgen ein komplettes Erlebnis. Für ein ganzes Wochenende eignen sich „Stranger Things“ oder „The Boys“, beide sind in sich geschlossene große Sagas.
Wer eher Lust auf ruhiges Kopfkino hat, ist bei „Severance“ und „Silo“ richtig, während „Foundation“ und „The Expanse“ für alle da sind, die sich gern in ein komplexes Weltraumuniversum vertiefen.
Und wer noch nie „Westworld“ oder „The Last of Us“ gesehen hat, hat definitiv etwas nachzuholen.
Viel Spaß beim Eintauchen in die besten Sci-Fi-Welten der Streaming-Ära!