Sam Neill ist tot: Jurassic-Park- und Peaky-Blinders-Star wurde 78 Jahre alt

Sam Neill ist tot. Der Schauspieler aus „Jurassic Park“ und „Peaky Blinders“ starb mit 78 Jahren in Sydney. Alles zu seinem Werk und wo ihr es in Deutschland seht.

· 2 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
  1. Der Ermittler aus Birmingham
  2. Der Mann, der den Dinosauriern begegnete
  3. Vom nordirischen Omagh nach Neuseeland
  4. Plötzlich und unerwartet
  5. Wo ihr sein Werk seht

Sam Neill ist tot. Der neuseeländische Schauspieler starb am Montag, 13. Juli, in Sydney, wie seine Familie am Wochenende mitteilte. Er wurde 78 Jahre alt.

Millionen kennen Sam Neill als Paläontologen Dr. Alan Grant aus „Jurassic Park“. Hierzulande ist er ebenso als hartnäckiger Ermittler aus „Peaky Blinders - Gangs of Birmingham“ vertraut. Über vier Jahrzehnte prägte er das internationale Kino und Fernsehen, mal im Blockbuster, mal im leisen Independent-Film.

Der Ermittler aus Birmingham

In „Peaky Blinders - Gangs of Birmingham“ spielte Sam Neill Inspector Chester Campbell, den erbittertsten Gegenspieler von Thomas Shelby. Die Krimi-Serie läuft in Deutschland komplett bei Netflix und zählt seit Jahren zu den meistgesehenen britischen Produktionen hierzulande. Campbell blieb kühl, fanatisch und stets einen Schritt hinter den Shelbys, einer der prägnantesten Antagonisten der frühen Staffeln.

Der Mann, der den Dinosauriern begegnete

Weltruhm brachte Sam Neill allerdings eine andere Rolle. Als Paläontologe Alan Grant führte er 1993 in „Jurassic Park“ die Zuschauer zum ersten Mal durch Steven Spielbergs Dinosaurierpark. Er kehrte für „Jurassic Park III“ zurück und beendete die Figur 2022 in „Jurassic World Dominion“, fast drei Jahrzehnte nach seinem ersten Auftritt.

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Vom nordirischen Omagh nach Neuseeland

Geboren wurde Sam Neill 1947 im nordirischen Omagh. Mit sieben Jahren zog seine Familie zurück in die neuseeländische Heimat des Vaters, von wo aus er seine internationale Karriere aufbaute. Sie reichte von „The Piano“ über die Agentenserie „Reilly, Ace of Spies“ bis zur Historienserie „The Tudors“.

Auch für den Horrorfilm „Event Horizon“, die Neuseeland-Komödie „Hunt for the Wilderpeople“ und „Bicentennial Man“ an der Seite von Robin Williams wird Sam Neill in Erinnerung bleiben. Mehrfach war er für Golden Globe und Emmy nominiert, 2022 schlug ihn Neuseeland zum Ritter.

Nebenbei betrieb er sein eigenes Weingut Two Paddocks in Central Otago, eine Leidenschaft, die er neben der Schauspielerei nie aufgab.

Plötzlich und unerwartet

Seine Familie betonte in ihrer Mitteilung, der Verlust sei „plötzlich und unerwartet gekommen, doch ein Segen, dass Sam krebsfrei blieb“. Sam Neill starb demnach umgeben von Angehörigen im St Vincent's Private Hospital in Sydney. 2023 hatte er öffentlich gemacht, an einem T-Zell-Lymphom erkrankt zu sein, galt zuletzt aber als geheilt.

Wo ihr sein Werk seht

„Peaky Blinders - Gangs of Birmingham“ mit Sam Neill als Inspector Campbell steht komplett bei Netflix bereit, ein naheliegender Anlass für einen Rewatch. Die „Jurassic Park“-Reihe gehört zu den meistgekauften und meistgeliehenen Filmklassikern bei den gängigen Streaming-Anbietern und bleibt so jederzeit abrufbar.

Wer Sam Neill noch einmal in Ruhe sehen will, findet in beiden Werken einen Schauspieler, der Autorität nie laut, sondern mit Haltung spielte.