William Smithers ist tot: Der Dallas-Bösewicht Jeremy Wendell wurde 98 Jahre alt

William Smithers, bekannt als Jeremy Wendell in der Abendsoap Dallas, ist am 26. Mai 2026 im Alter von 98 Jahren in Santa Barbara gestorben.

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William Smithers ist am 26. Mai 2026 in Santa Barbara, Kalifornien, gestorben. Er wurde 98 Jahre alt. Smithers spielte über vier Jahrzehnte hinweg in Film und Fernsehen, sein Name ist aber vor allem mit einer Rolle verknüpft, die Millionen Zuschauer hierzulande in den 1980er Jahren bestens kannten.

In „Dallas“, dem amerikanischen Vorabend-Seifenstück, das im deutschen Fernsehen zum Straßenfeger wurde, spielte er den Ölbaron Jeremy Wendell. Wendell war der eiskalte Rivale von J.R. Ewing, gespielt von Larry Hagman, und sorgte als Erzschurke dafür, dass die Ewing-Familie nie zur Ruhe kam. Smithers übernahm die Rolle 1981, kehrte von 1984 bis 1989 zurück und blieb damit über fast ein Jahrzehnt ein festes Gesicht der Serie.

Vom Broadway nach Hollywood

Smithers wurde am 10. Juli 1927 in Richmond, Virginia, geboren und diente im Zweiten Weltkrieg bei der US-Marine. 1951 gab er seinen Broadway-Einstand als Tybalt in einer Aufführung von „Romeo und Julia“ mit Olivia de Havilland in der Hauptrolle. Ein Jahr später nahm ihn das Actors Studio als lebenslanges Mitglied auf. 1957 erhielt er einen Obie Award für seine Darstellung in Tschechows „Die Möwe“.

Seinen ersten größeren Fernsehauftritt hatte Smithers 1965 bis 1966 in der Abendsoap „Peyton Place“, wo er neun Monate lang die Figur David Schuster spielte. Danach folgten Gastrollen in Serien wie „Mission: Impossible“, „Mannix“ und „Star Trek“, in dem er 1968 in der Episode „Bread and Circuses“ zu sehen war.

Papillon: An der Seite von McQueen und Hoffman

Für das Kino ist Smithers vor allem durch einen Film in Erinnerung geblieben. In „Papillon“ aus dem Jahr 1973 spielte er einen Gefängnisdirektor in der berüchtigten Strafkolonie in Französisch-Guayana. Steve McQueen und Dustin Hoffman spielten die Hauptrollen in diesem Gefängnisdrama, das bis heute als Klassiker gilt. Im selben Jahr stand Smithers im Thriller „Scorpio“ neben Alain Delon und Burt Lancaster vor der Kamera.

Von 1976 bis 1977 gehörte er zum Ensemble der Unternehmensserie „Executive Suite“. Nach „Dallas“ ließ er seine aktive Karriere ruhig ausklingen.

Ein Charakter, den man nicht vergisst

Jeremy Wendell war kein Charakter mit viel Lärm. Smithers spielte ihn mit einer unterkühlt bedrohlichen Qualität, die ihn von den lautstärkeren Schurken der Ewing-Welt abhob. Der Deadline-Nachruf zitiert einen Fan, der ihn als „unheimlich untertrieben und unvergesslich“ beschrieben hat.

Die Todesursache wurde nicht bekanntgegeben. Informationen zu Hinterbliebenen lagen zunächst nicht vor.