Schauspieler Achim Wolff gestorben: Bekannt aus „Salto Postale“ und „Beutolomäus“
Schauspieler Achim Wolff ist tot. Bekannt als Postbeamter in „Salto Postale“ und Weihnachtsmann in „Beutolomäus“, stand er bis zuletzt auch auf der Theaterbühne.
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Abschied von einem TV-Urgestein
Der Schauspieler Achim Wolff ist tot. Er starb am Dienstag, 7. Juli, im Alter von 87 Jahren nach schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie, wie diese mitteilte.
Der gebürtige Berliner stand seit den frühen 1960er Jahren vor der Kamera. Im Lauf seiner Karriere wirkte er in mehr als 80 Film- und Fernsehproduktionen mit, dazu kamen unzählige Theaterabende. Wolff gehörte zu jenen Schauspielern, die kaum jemand beim Namen kennt, deren Gesicht aber Generationen begleitet hat.
Der Postbeamte, der zur Kultfigur wurde
Einem breiten Publikum wurde Wolff durch seine Rolle des Rudi Reschke in der ZDF-Sitcom „Salto Postale“ bekannt. Die Serie lief zwischen 1993 und 1996 und schickte ihn an der Seite von Wolfgang Stumph ins fiktive Brandenburger Dorf Niederbörnicke, wo die drei Postangestellten mit spitzer Zunge die Nachwendezeit aufs Korn nahmen.
Die Figur des Rudi Reschke begleitete Wolff später auch in den Fortsetzungen „Salto Kommunale“ und „Salto Speziale“.
Der Weihnachtsmann einer ganzen Kindergeneration
Jüngere Zuschauer kannten Wolff vor allem aus einer ganz anderen Rolle. Zwischen 2005 und 2012 spielte er den Weihnachtsmann in mehreren „Beutolomäus“-Filmen und -Serien und wurde damit für viele Kinder ein fester Teil der Adventszeit im deutschen Fernsehen.
Das Theater als zweite Heimat
Neben der Kamera blieb Wolff der Bühne eng verbunden. Am Theater am Kurfürstendamm spielte er ab 1997 mehr als 800 Vorstellungen als Philipp Klapproth in „Pension Schöller“, einem der langlebigsten Boulevardstücke der Berliner Theaterlandschaft. Zudem stand er am Renaissance-Theater, am Schlosspark Theater und am Hans-Otto-Theater auf der Bühne und führte dort auch selbst Regie.
Ein gefragtes Gesicht des deutschen Fernsehens
Auch nach der Wiedervereinigung blieb Wolff ein gefragter Gast in deutschen Fernsehserien. Er trat unter anderem in „Unser Lehrer Doktor Specht“, „Liebling Kreuzberg“, „Alarm für Cobra 11“, „Polizeiruf 110“, „In aller Freundschaft“, „SOKO Leipzig“, „Notruf Hafenkante“, „SOKO Wismar“, „Ella Schön“ und „Löwenzahn“ auf.
Zuletzt war er 2024 noch in „SOKO Hamburg“ zu sehen, mehr als sechs Jahrzehnte nach seinem ersten Auftritt vor der Kamera.
Bühne bis zuletzt
Wolff wurde am 13. Oktober 1938 in Berlin geboren und absolvierte seine Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Seit 1980 war er mit seiner Schauspielkollegin Rita Feldmeier verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte. Auf der Bühne stand er fast bis zum Schluss, zuletzt 2025 in „Maxe Baumann. Ferien ohne Ende“ auf der Freilichtbühne Beelitz.
Mit Achim Wolff verliert das deutsche Fernsehen einen Schauspieler, der zwischen Nachwende-Satire und Weihnachtsmärchen für Verlässlichkeit stand, vor der Kamera ebenso wie auf der Bühne.