Yellowstone: Der wahre Grund für Kevin Costners frühen Ausstieg

Kevin Costner sollte laut Taylor Sheridan schon nach der dritten Staffel bei Yellowstone aussteigen. Wir erklären, warum daraus doch fünf Staffeln wurden.

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Der Tod von Familienoberhaupt John Dutton hat „Yellowstone“ in der fünften und letzten Staffel für immer verändert. Kaum jemand wusste bislang, dass Kevin Costners Abschied von der Rolle ursprünglich ganz anders geplant war. Serienschöpfer Taylor Sheridan hat die Hintergründe jetzt selbst ausgeplaudert.

Im „The Bill Simmons Podcast“ erklärte Sheridan, dass Kevin Costner von Anfang an nur für die ersten drei Staffeln verpflichtet war. „Kevin war nur für die ersten drei Staffeln vorgesehen“, sagt Sheridan. „Das stand so in seinem Vertrag. In meinem Kopf war klar, danach übernimmt sein jüngster Sohn, und wir müssen zusehen, wie sie diese Ranch verlieren, oder eben nicht verlieren, je nachdem, wie die Geschichte verläuft.“

Der ursprüngliche Plan: Aus nach drei Staffeln

Am Ende von Staffel 3 sei Costner tatsächlich bereit gewesen zu gehen, berichtet Sheridan. Doch der Sender hatte damals große Angst, ihn zu verlieren. Der Grund war simpel: „Yellowstone“ hatte sich zum Quotenhit für das US-Kabelnetz Paramount Network entwickelt, und ein so erfolgreiches Zugpferd aufzugeben, kam den Verantwortlichen undenkbar vor. Costner blieb also noch zwei weitere Staffeln, obwohl er eigentlich andere Projekte verfolgen wollte.

Rückblickend räumt Sheridan ein, dass der ursprüngliche Drei-Staffeln-Plan wohl die bessere Entscheidung gewesen wäre. Die Serie sei erzählerisch eine Zeitlang auf der Stelle getreten, ein Punkt, den er selbst für ziemlich offensichtlich hält.

Der Abschied verlief deutlich chaotischer

So entspannt Sheridans Podcast-Anekdote klingt, hinter den Kulissen soll es deutlich ruppiger zugegangen sein. Am Set kam es Berichten zufolge zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Costner und seinem Co-Star Wes Bentley, der in der Serie Jamie Dutton spielt. Beteiligte bestätigten eine Konfrontation während einer emotional aufgeladenen, körperlich anstrengenden Szene.

Costner, der bei „Yellowstone“ zusätzlich als Executive Producer arbeitete, soll Bentley angewiesen haben, die Szene anders zu spielen, als es im Drehbuch stand. Bentley machte daraufhin klar, dass er bei einer Sheridan-Produktion unterschrieben habe und nicht bei dem, was er als „Kevin-Costner-Show“ bezeichnete. Augenzeugen zufolge gerieten beide Schauspieler so aneinander, dass sie sich anschrien und schubsten, bis man sie trennen musste. Vertreter Bentleys erklärten später gegenüber dem Hollywood Reporter, die Differenzen seien besprochen und beigelegt worden.

Auch ums Geld wurde hart verhandelt

Zum Zerwürfnis trugen laut dem Hollywood Reporter zudem harte Vertragsverhandlungen bei. Für eine umfassendere Rückkehr in Staffel 5 soll Costner reduzierte Drehzeit, ein höheres Honorar und Mitspracherecht bei den Drehbüchern gefordert haben. Sheridan, der sämtliche Episoden von „Yellowstone“ selbst schreibt und für seine strikte kreative Kontrolle bekannt ist, zog dabei offenbar eine klare Grenze.

Costner selbst räumte später ein, verhandelt zu haben. Angeboten worden sei ihm dabei allerdings weniger Geld als in früheren Staffeln. Hinzu kamen laut seinen eigenen Worten Probleme mit der kreativen Richtung der Serie.

Was aus Costners eigenem Projekt wurde

Statt länger bei „Yellowstone“ zu bleiben, konzentrierte sich Costner auf sein eigenes Westernprojekt „Horizon: An American Saga“. Für den rund 100 Millionen Dollar teuren Film übernahm er nicht nur die Hauptrolle, sondern führte auch Regie, produzierte und schrieb am Drehbuch mit. An der Kinokasse blieb der Erfolg allerdings aus. Das Werk spielte lediglich rund 38,7 Millionen Dollar ein und wurde für Costner, der viel eigenes Geld investiert hatte, zum teuren Prestigeprojekt.

Am Ende bleibt ein unsauberer Bruch. Eine der prägendsten Westernfiguren der vergangenen Jahre verabschiedete sich deutlich chaotischer aus der Serie, als es die inszenierten Bilder vermuten lassen. Sheridan räumt im Rückblick selbst ein, dass sein ursprünglicher Plan der Geschichte wohl besser getan hätte.