Tom Dreesen ist tot: Stand-up-Comedian und Sinatra-Tourpartner wurde 86 Jahre alt

Tom Dreesen, US-Stand-up-Comedian und Sinatra-Tourpartner, ist am 17. Juni 2026 im Alter von 86 Jahren gestorben. Bekannt aus Spaceballs und Man on the Moon.

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Tom Dreesen, einer der produktivsten Stand-up-Comedians der US-Fernsehgeschichte, ist am 17. Juni 2026 verstorben. Er wurde 86 Jahre alt. Seine Familie bestätigte den Tod, ohne eine Ursache zu nennen.

Für das deutsche Publikum ist Dreesen kein Haushaltsname. Wer aber in den 1980er Jahren „Spaceballs“ gesehen hat, ist dem Mann kurz begegnet. Mel Brooks besetzte ihn in seiner Science-Fiction-Parodie von 1987 in einer kleinen Rolle neben Rick Moranis und Bill Pullman. Auch im TV-Film „Columbo: Murder in Malibu“ und in „Man on the Moon“, dem Biopic über Andy Kaufman mit Jim Carrey, tauchte Dreesen auf.

Pionier mit Tim Reid und 60 Mal bei Johnny Carson

Seine eigentliche Karriere spielte sich auf der Bühne und in den amerikanischen Late-Night-Studios ab. Zusammen mit Tim Reid, der später als Venus Flytrap in der Sitcom „WKRP in Cincinnati“ bekannt wurde, bildete er in den späten 1960er Jahren das Comedy-Duo Tim and Tom. Die beiden waren das erste interrassische Stand-up-Duo der USA, was damals durchaus Mut erforderte.

Solo machte sich Dreesen vor allem als Dauergast in den großen US-Talkshows einen Namen. Über 60 Mal saß er bei „The Tonight Show“ bei Johnny Carson, nach dessen Tod wurde er zu einem der verlässlichen Gäste bei David Letterman, der ihn gelegentlich sogar als Gastmoderator einsetzte. Insgesamt summieren sich seine TV-Auftritte auf mehr als 500.

Seinen letzten Fernsehauftritt hatte Dreesen noch am Montag, 9. Juni 2026, in der CBS-Show „Comics Unleashed With Byron Allen“. Byron Allen, heute als Medienmogul bekannt, hatte Dreesen seit 1975 als Mentor an seiner Seite.

13 Jahre als Vorband von Frank Sinatra

Den größten Teil seiner Live-Karriere verbrachte Dreesen als Vorprogramm für Frank Sinatra. 13 Jahre lang eröffnete er die Konzerte des Rat-Pack-Veteranen, ein Vertrauensbeweis, den Sinatra nicht leichtfertig vergab. Gary Sinise, bekannt als Lieutenant Dan aus „Forrest Gump“, würdigte Dreesen auf X als Freund und Ambassador seiner wohltätigen Gary Sinise Foundation.

Dreesen stammte aus Harvey, Illinois, einem Vorort von Chicago, und blieb seiner Heimat zeitlebens verbunden. Die Familie bat nach seinem Tod um Privatsphäre und richtete aus, er habe seinen Fans ausrichten lassen, dass er sie alle geliebt habe.

„Spaceballs“ ist als Kauftitel in Deutschland verfügbar. Wer den Film noch nie gesehen hat, hat damit einen unterhaltsamen Anlass.