Doku-Highlights der Woche: Amerikanische Revolution, Erdogan und 250 Jahre USA
Die Doku-Highlights der Woche im Überblick, drei Premieren zum 250-jährigen USA-Jubiläum, das vierteilige ARD-Porträt „Erdogan“ und viele neue Folgen.
Pünktlich zum 4. Juli, an dem die USA ihr 250-jähriges Jubiläum feiern, dreht sich diese Woche im Doku-Programm fast alles um Amerika. Gleich drei Premieren spüren der Geschichte und der Mentalität des Landes nach. Daneben startet im Ersten ein großes Porträt über den türkischen Präsidenten. Insgesamt feiern acht Dokus ihre TV-Premiere, dazu gibt es neue Folgen etablierter Reihen.
Die Premieren der Woche
Den Auftakt zum USA-Schwerpunkt macht „America, who are you?“ am Dienstag, 23. Juni auf arte. Die zweiteilige Mentalitätsgeschichte fragt, was die Vereinigten Staaten im Innersten zusammenhält und warum dieses Land vielen Europäern heute zunehmend fremd erscheint. Die Spurensuche führt zurück zu den Wurzeln und Mythen, die das amerikanische Selbstverständnis bis heute prägen. In der Mediathek steht die Doku schon ab Montag, 22. Juni.
Einen Tag später, am Mittwoch, 24. Juni, legt ZDFinfo mit „Die Kriege der USA“ nach. Die dreiteilige Reihe spannt den Bogen über 250 Jahre US-Militärgeschichte, vom Unabhängigkeitskrieg bis zum Krieg gegen den Terror. Sie zeigt, wie stark Kriege das Land geformt haben.
Am Donnerstag, 25. Juni geht es bei ZDFinfo unter die Erde. „Verborgen unter unseren Städten“ feiert deutsche TV-Premiere und begleitet Archäologen in unterirdische Welten, von der antiken Felsenstadt Matiate in der Türkei bis zu einer Kreidekammer in England.
Das eigentliche Highlight der USA-Woche kommt am Samstag, 27. Juni. „Die amerikanische Revolution: Geburtsstunde der USA“ läuft ab 20.15 Uhr auf arte als deutsche TV-Premiere. Die sechsteilige Reihe erzählt den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg von den ersten Protesten gegen die britische Steuerpolitik bis zum entscheidenden Sieg bei Yorktown. arte zeigt alle sechs Teile am Stück, bis in die frühen Morgenstunden. Ein umfangreiches Werk, das genau zum richtigen Zeitpunkt vor dem Jubiläum kommt.
Am Samstag, 27. Juni meldet sich auch das ZDF mit „Unmasking Hitler“. Mirko Drotschmann reist virtuell ins Berlin der 1920er und 1930er Jahre und geht der Frage nach, warum Millionen Menschen Hitler folgten. Am selben Abend schickt DMAX mit „Destinations of the Damned“ den paranormalen Ermittler Zak Bagans und sein Team zu den angeblich gruseligsten Orten der Welt, ebenfalls als deutsche TV-Premiere.
Das zweite Schwergewicht der Woche startet am Montag, 29. Juni im Ersten. „Erdogan“ zeichnet in vier Teilen den Weg von Recep Tayyip Erdogan nach, vom idealistischen Aufsteiger zum umstrittenen Machtmenschen. Das Erste zeigt zunächst Folge eins und zwei, alle vier Teile stehen ab dem 29. Juni in der ARD-Mediathek, auch in türkischer Sprachfassung. Wer eine fundierte Einordnung zur Türkei sucht, ist mit diesem Porträt gut bedient.
Den Abschluss machen zwei arte-Premieren am Samstag, 27. Juni und in der Mediathek. „Music Queer“ erzählt in 20 kurzen Animationsfilmen, wie ikonische Popsongs zu Hymnen der LGBTQIA+-Community wurden. Eine charmante Reihe für alle, die Musikgeschichte aus einer ungewohnten Perspektive mögen.
Neue Folgen
Neben den Premieren kehren etliche bekannte Reihen mit frischen Ausgaben zurück. „Terra X“ meldet sich am Samstag, 27. Juni mit einer neuen Folge, am selben Tag laufen neue Ausgaben von „Heartland Docs - Die Tierarzt-Familie“. Schon am Mittwoch, 24. Juni gibt es eine neue Folge von „auslandsjournal - die doku“, am Montag, 22. Juni startet eine neue Staffel von „Die Alltagskämpfer - Überleben in Deutschland“. Wer es österreichisch mag, findet am Sonntag, 28. Juni neue Folgen von „Erbe Österreich“ und „ExtraSchicht“.
Von Amerika bis Anatolien, von der Antike bis ins Berlin der 1930er Jahre, diese Woche deckt im Doku-Programm einiges ab. Unsere Empfehlung gilt der amerikanischen Revolution auf arte und dem Erdogan-Porträt im Ersten. Beide nehmen sich Zeit für ihre Themen, und beide lohnen die Stunden vor dem Bildschirm.