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Widow's Bay: Apple TV verlängert Horror-Comedy vor dem Staffelfinale um Staffel 2

Apple TV hat Widow's Bay mit Matthew Rhys bereits vor dem Staffelfinale um Staffel 2 verlängert. Alle Infos zur Fortsetzung der Horror-Comedy.

· 3 Min. Lesezeit

„Widow's Bay“ gehört zu den angenehmsten Überraschungen des Streaming-Jahres 2026, und Apple TV ließ sich nicht lange bitten. Bereits am Mittwoch, 11. Juni, also sechs Tage vor dem Staffel-1-Finale, bestätigte der Dienst offiziell eine zweite Staffel. Selten sieht man eine Verlängerung, die noch schneller kommt als das Ende der ersten.

Was Apple TV ankündigte

Zusammen mit der Verlängerungsmeldung gab Apple TV auch einen mehrjährigen Exklusivdeal mit Schöpferin und Showrunnerin Katie Dippold bekannt. Das ist ein klares Zeichen, dass man die Serie nicht als kurzlebigen Geheimtipp, sondern als wichtige Marke im Programm versteht. Matt Cherniss, Programmchef bei Apple TV, brachte es auf den Punkt. „From the moment audiences arrived in Widow's Bay, they've been hooked on every eerie mystery, unexpected laugh and cursed secret.“ Dippold selbst verriet über Staffel 2 nur so viel. „Everything is great on the island and there's nothing to worry about.“ Man kann sich vorstellen, wie wenig das stimmt.

Worum geht es in Widow's Bay?

Die Prämisse klingt nach Kleinstadt-Komödie, entpuppt sich aber als etwas deutlich Selteneres. Bürgermeister Tom Loftis, gespielt von Emmy-Gewinner Matthew Rhys, will seine abgelegene Insel im Norden Neuenglands zu einem Touristenziel machen. Kein WLAN, schlechter Empfang, und die Einheimischen glauben fest daran, dass die Insel verflucht ist. Sie haben Recht.

Nach Jahrzehnten der relativen Ruhe kehren die alten Schrecken zurück, pünktlich zu dem Moment, in dem endlich Touristen kommen. „Widow's Bay“ ist weder reine Horror-Serie noch reine Comedy, sondern pendelt mit Präzision zwischen echten Schockern und echtem Gelächter. Certified Fresh auf Rotten Tomatoes, und Kritiker nennen sie die beste neue Serie des Jahres und im wahrsten Sinne einmalig im Fernsehen.

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Ein starkes Ensemble

Neben Rhys überzeugt das gesamte Ensemble. Kate O'Flynn spielt Patricia Moyer und lieferte in einer der stärksten Episoden der Staffel eine Leistung, die den klassischen Horror-Finalgirl-Trope komplett auf den Kopf stellt. Stephen Root ist als Wyck Crawford dabei, Dale Dickey als Rosemary und Kevin Carroll als Sheriff Bechir Clemmons. Aus dem Nebencast sticht Jeff Hiller heraus, bekannt aus „Somebody Somewhere“, der die Serie um eine weitere Dosis schrägen Humors anreichert.

Hinter der Kamera verantwortet Hiro Murai fünf der zehn Erststaffel-Episoden als Regisseur, Ti West und Sam Donovan übernahmen die restlichen Folgen. Murai, der sich mit „Atlanta“ einen Namen gemacht hat, passt perfekt zu einem Format, das konventionellen Genre-Erwartungen grundsätzlich misstraut.

Warum die Serie zu Apple TV passt

„Widow's Bay“ ist nicht die erste riskante Wette, die Apple TV gewonnen hat. „Ted Lasso“ startete als unwahrscheinliches Fußball-Feel-Good-Experiment, „Severance“ als kafkaesker Bürothriller, „The Studio“ als Hollywood-Satire mit Selbstironie. Das Muster ist klar erkennbar. Apple TV traut sich Serien, die schwer zu beschreiben sind, und genau das macht sie häufig unvergesslich. „Widow's Bay“ fügt sich nahtlos in diese Reihe ein.

Staffel 1 umfasst zehn Episoden und startete am Montag, 28. April 2026 auf Apple TV. Wann Staffel 2 kommt, ist noch offen, Dippolds Deal mit Apple TV lässt aber auf eine zügige Produktion hoffen.