Werbe-Abos werden zum größten Umsatztreiber im Streaming

Eine Studie von Ampere Analysis zeigt, dass werbefinanzierte Streaming-Abos in Nordamerika 2026 erstmals zur größten Erlösquelle werden. Prime Video profitiert am meisten.

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Werbung wird zur wichtigsten Einnahmequelle im Streaming-Geschäft. Laut einer Analyse des Marktforschers Ampere Analysis erzielen werbefinanzierte Abos in Nordamerika Ende 2026 erstmals den größten Anteil an den gesamten Streaming-Erlösen. Insgesamt sollen diese günstigeren Tarife mehr als 45 Milliarden US-Dollar einbringen.

Allein die Werbeeinnahmen sollen dabei erstmals über 18 Milliarden US-Dollar liegen. Das entspricht 54 Prozent aller Umsätze im kostenpflichtigen Streaming-Markt.

Am stärksten profitiert offenbar Prime Video. Amazon hatte seine Kunden bereits 2023 standardmäßig auf ein werbefinanziertes Modell umgestellt und verlangt seither einen Aufpreis für werbefreies Schauen. Für 2026 rechnen die Analysten mit mehr als 14 Milliarden US-Dollar Umsatz allein aus diesem Bereich.

Netflix und Disney+ gingen einen anderen Weg und lassen ihre Kundschaft von Beginn an zwischen Werbe- und Premium-Abo wählen.

Auch das Programm ändert sich

Die Verschiebung wirkt sich auch auf die Inhalte aus. Die sechs größten Anbieter verdoppelten ihre Aufträge für Reality-Formate, Dokus und andere Non-Fiction-Serien zwischen 2020 und 2025, denn wiederkehrende Formate binden Zuschauer stärker und bieten mehr Werbeplätze als aufwendig produzierte Einzelserien.

Nordamerika gilt als der am weitesten entwickelte Markt und erwirtschaftet rund 60 Prozent aller weltweiten Werbe-Abo-Erlöse. Fast alle großen Plattformen, darunter Netflix, Disney+, Prime Video und teilweise auch Max, bieten inzwischen auch in Europa günstigere Tarife mit Werbung an, der Trend dürfte hier mit Verzögerung ebenfalls ankommen.