Unsere kleine Farm: Showrunnerin erklärt Finale und kündigt Nellie Oleson für Staffel 2 an

Showrunnerin Rebecca Sonnenshine erklärt das Staffelfinale von „Unsere kleine Farm“ bei Netflix und kündigt Nellie Oleson für Staffel 2 an. Achtung, Spoiler.

· 3 Min. Lesezeit

Achtung, Spoiler Wer die erste Staffel von „Unsere kleine Farm“ noch nicht gesehen hat, sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen. Seit Donnerstag läuft der Netflix-Reboot der Familiensaga, und Showrunnerin Rebecca Sonnenshine hat das Staffelfinale gegenüber Deadline ausführlich erklärt. Nebenbei verrät sie auch gleich, welche Figur in Staffel 2 auftauchen soll, „Nellie Oleson“.

Das Finale erklärt

Die Serie basiert auf den autobiografisch gefärbten Büchern von Laura Ingalls Wilder und erzählt die Geschichte neu, die schon die Kult-Serie aus den Siebzigern prägte. Staffel 1 begleitet die Familie Ingalls auf ihrem Weg nach Independence, Kansas, wo Luke Bracey als Charles „Pa“ Ingalls und Crosby Fitzgerald als Caroline „Ma“ Ingalls ihr Glück versuchen.

Am Ende scheitert der Plan, die Farm dort zu halten, und die Familie muss noch einmal neu anfangen. Sonnenshine ordnet das im Gespräch mit Deadline so ein, „Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Fehler gemacht wurden. Laura merkt, dass ihr Vater nicht perfekt ist“.

Für Tochter Laura, gespielt von Alice Halsey, und ihre Schwester Mary, verkörpert von Skywalker Hughes, ist genau das der Kern der Staffel, das Erwachsenwerden trotz gescheiterter Pläne.

Eli James, Gemma und die Sache mit der Eisenbahn

Zentraler Antagonist ist Landspekulant Eli James, gespielt von Michael Hough, der mit leeren Versprechen Siedler nach Independence lockt. Sonnenshine beschreibt ihn als Sinnbild für Kapitalismus und Wachstumsdenken.

„Er steht für die Kräfte des Kapitalismus, für dieses Wachstumsdenken. Er tut einiges Gute, aber auch viel Schlechtes“. Sein Plan für eine Eisenbahnlinie sorgt am Ende dafür, dass sowohl Siedler als auch die im Land lebenden Osage aus Independence wegziehen müssen.

Elis Ehefrau Gemma, gespielt von Mary Holland, ist dagegen eine ambivalentere Figur, eine Art Dorforganisatorin, die Vorurteile pflegt und trotzdem viel bewirkt. Genau ihre beiden Töchter beschreibt Sonnenshine als Vorgeschmack auf das, was noch kommt.

„Ihre Kinder waren ein bisschen wie Nellie Oleson, nur auf ihre eigene, andere fiese Art“, sagt die Showrunnerin über Gemmas Töchter.

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Aufbruch nach Minnesota und ein altbekanntes Gesicht

Auch die Handlung um die Osage bekommt im Finale ihren Abschluss. Nach einem dramatisierten Vertragsschluss verlässt das Volk von „Good Eagle“, gespielt von Wren Zhawenim Gotts, die Gegend um Independence.

Für die Ingalls endet die Staffel mit dem endgültigen Abschied von der kleinen Stadt. Am Rand der Abschiedsfeier taucht eine Figur wieder auf, die bei der Party selbst gefehlt hatte, „Mr. John Edwards“, gespielt von Warren Christie.

Er schlägt der Familie vor, ihr Glück in Minnesota zu versuchen, dem Schauplatz von Wilders drittem Roman „On the Banks of Plum Creek“. Sonnenshine wollte die Figur bewusst als Dauerbegleiter etablieren.

„Er taucht in den Büchern immer wieder auf, deshalb wollte ich ihn als durchgehende Präsenz in der Serie“, erklärt sie.

Wie geht es mit Staffel 2 weiter?

Netflix hat „Unsere kleine Farm“ bereits vor dem Staffelstart um eine zweite Staffel verlängert. Mit Nellie Oleson greift die Serie nun zu einer der bekanntesten Nebenfiguren der Vorlage, einem verwöhnten Früchtchen, das Generationen von Lesern und Zuschauern der Originalserie zur Weißglut gebracht hat.

Für alle, die die Serie aus den Siebzigern kennen, dürfte genau das der Moment sein, auf den sie gewartet haben.