Unsere kleine Farm: Alison Arngrim taucht im Netflix-Reboot in neuer Rolle auf

Alison Arngrim alias Nellie Oleson hat einen Gastauftritt im Netflix-Reboot von „Unsere kleine Farm“, in einer ganz anderen, kaum erkennbaren Rolle.

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Wer als Kind Nellie Oleson dafür hasste, wie sie Laura Ingalls schikanierte, kennt Alison Arngrim garantiert. Die Schauspielerin ist zurück, doch kaum jemand erkennt sie wieder.

Im Netflix-Reboot von „Unsere kleine Farm“ hat Arngrim seit Donnerstag, 9. Juli, einen Gastauftritt, dem Starttermin der kompletten ersten Staffel. Statt der intriganten Klassenkameradin von einst spielt die 64-Jährige diesmal eine Frau, die im Wald haust.

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Eine völlig neue Rolle

In Episode 2 der ersten Staffel begegnen Laura und ihre Schwester Mary der Figur Ida, während die beiden im Wald nach Familienfreund John Edwards suchen. Ida und ihre Gruppe behaupten, Edwards sei bei ihnen und komme bald zurück. Als er ausbleibt, gerät Laura in Panik, versucht wegzulaufen, Ida hält sie fest, und Laura beißt ihr kurzerhand in den Arm.

Optisch hat die Produktion ganze Arbeit geleistet, mit verfaulten Zähnen, zerzausten Haaren und dreckigen Fingernägeln. „Ida ist im Grunde eine verrückte Frau im Wald, eine Art Waldstreunerin mit streunenden Freunden“, beschreibt Arngrim ihre Figur selbst.

Kurzfristiger Anruf aus Winnipeg

Die Rolle kam spontan zustande. Gerade einmal anderthalb Wochen vor dem Drehtermin fragte die Produktion an, ob sie kurzfristig nach Winnipeg kommen könne, wo das Team die Serie dreht.

Für Arngrim war vor allem die aufwendige Verwandlung eine Überraschung. Anders als im Original, wo die Darsteller meist in schlichten Unterröcken und Blusen vor der Kamera standen, bekam sie für Ida die volle Ausstattung samt Kostüm und Maske.

Die Maskenbildner ließen ihre Zähne verfault aussehen, ihre Nägel schmutzig und ihre Haare zerzaust, passend zu einer Frau, die seit Jahren ungeschützt im Wald lebt.

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Vom Bösewicht zur Kultfigur

Für Fans der Originalserie bleibt Arngrim vor allem die fiese Nellie Oleson, Intrigantin und Erzfeindin von Laura Ingalls, an deren Seite einst Melissa Gilbert spielte. „Ich war eindeutig die Bösewichtin, ich war furchtbar, ich war schrecklich zu Laura und zu allen anderen“, sagt Arngrim rückblickend, ohne jede Reue.

Bis heute sprechen Fans sie auf die Rolle an, was sie eher amüsiert als stört. Die Kunst einer guten Bösewicht-Rolle liege darin, dass das Publikum die Figur zunächst hasst, sie am Ende aber trotzdem ins Herz schließt, findet Arngrim.

Wie geht es für Nellie weiter?

Ganz verschwunden ist die Nellie-Rolle aus dem Reboot ohnehin nicht. Netflix hat bereits eine zweite Staffel bestellt und dafür Nachwuchsschauspielerin Willa Dunn als neue Nellie Oleson besetzt.

Arngrim gab ihrer Nachfolgerin einen Rat mit auf den Weg, den wohl nur die Original-Nellie geben kann. Man solle die Rolle einfach genießen, es sei wohl der unterhaltsamste Part, den man spielen könne. Wer es richtig mache, müsse damit rechnen, dass ihn manche Zuschauer am Ende richtig hassen, das gehöre bei einer guten Bösewichtin einfach dazu.

Wann Staffel 2 von „Unsere kleine Farm“ bei Netflix startet, steht noch nicht fest. Die erste Staffel mit acht Folgen läuft komplett, wer noch nicht reingeschaut hat, kann sich die ganze Familie Ingalls also am Stück geben.