Paramount-Warner-Fusion: Mexiko gibt grünes Licht, nur Bundesstaaten blockieren noch
Paramount hat grünes Licht aus Mexiko für die Warner-Bros-Fusion. 68 Länder haben zugestimmt, nur zwölf US-Bundesstaaten klagen noch gegen den Deal.
Paramount hat für seine geplante Übernahme von Warner Bros. grünes Licht aus Mexiko erhalten. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, haben damit Regulierer aus 68 Ländern zugestimmt, darunter die EU, China, Kanada, Brasilien und Großbritannien.
Übrig bleibt als letzte Hürde die Klage von zwölf US-Bundesstaaten, die den Deal vor Gericht stoppen wollen. Paramount-Chef David Ellison rief die Staaten auf, sich auf eine Einigung einzulassen, statt auf den Prozess im März zu warten.
Hintergrund
Kalifornien und elf weitere Bundesstaaten reichten im Juli in Oakland Klage ein, weil die Fusion aus ihrer Sicht den Wettbewerb im Kabel-, Kino- und Blockbustergeschäft schwächt. Auch die Gewerkschaft WGA klagt separat, denn nach dem Zusammenschluss blieben weniger Käufer für Drehbücher übrig (mehr zur eskalierenden Fusion).
Ein Gericht stoppte den Deal zunächst für 28 Tage per einstweiliger Verfügung, seither liegt die Übernahme auf Eis. Der Prozess ist inzwischen auf den 2. März terminiert, nachdem die Staaten mehr Zeit für Beweisaufnahme und Zeugenbefragungen verlangt hatten.
Bis zum Urteil zahlt Paramount ab dem 30. September täglich 7 Millionen US-Dollar Strafgebühr an die Investoren von Warner Bros. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta lehnt eine schnelle Einigung bislang ab, ihm reichen Paramounts bisherige Zugeständnisse nicht (zur Kartellklage gegen die Fusion).
Paramount wiederum droht, Kalifornien zu verlassen, sollte bis zum 1. Oktober keine Lösung stehen.