Daveigh Chase ist tot: Samara aus The Ring und die Stimme von Lilo gestorben

Daveigh Chase ist tot. Die Schauspielerin, bekannt als Samara in „The Ring“ und Stimme von Lilo in „Lilo & Stitch“, starb mit 35 Jahren an Meningitis und Sepsis.

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Sie kriecht aus dem Fernseher. Sie singt am Strand von Hawaii. Zwei Bilder, zwei Welten, eine Stimme dahinter. Daveigh Chase, die 2002 als Gruselkind Samara in „The Ring“ Horrorgeschichte schrieb und im selben Jahr dem Zeichentrickmädchen Lilo in „Lilo & Stitch“ ihre Stimme lieh, ist tot. Sie wurde 35 Jahre alt.

Ihr Freund Roy Hernandez bestätigte gegenüber TMZ, dass Chase am Dienstag an den Folgen einer Meningitis und einer schweren Blutvergiftung gestorben ist. Die Erkrankungen führten zu Organversagen. Hernandez hatte kurz vor ihrem Tod eine Spendenaktion gestartet, in der er die Öffentlichkeit um Unterstützung bat. Chase habe mehr als ihren Anteil an Härten ertragen, schrieb er.

Das langhaarige Mädchen aus dem Fernseher

Geboren im Juli 1990 in Las Vegas, stand Chase bereits als Siebenjährige vor der Kamera. Den Durchbruch erlebte sie mit zwölf Jahren, als Regisseur Gore Verbinski sie als Samara Morgan für „The Ring“ besetzte, das US-Remake des japanischen Horrorfilms „Ringu“ aus dem Jahr 1998. Die Figur des aus dem Brunnen kriechenden Mädchens, das seine Opfer sieben Tage nach dem Ansehen des verfluchten Videos heimsucht, wurde zu einer der ikonischsten Horrorgestalten des Jahrzehnts. Chase gewann dafür 2003 den MTV Movie Award als bester Bösewicht.

Dass sie im selben Jahr auch die andere Seite des Spektrums bedienen konnte, bewies sie mit ihrer Sprech-Leistung in Disneys „Lilo & Stitch“. Chase lieh dem Mädchen Lilo ihre Stimme und gewann dafür den Annie Award für herausragendes Voice Acting in einem animierten Spielfilm. Beide Nominierungen bei den Phoenix Film Critics Society Awards zeigen, wie stark dieses Doppeljahr 2002 in ihrer Karriere war.

Mehr als zwei Rollen

Chase war nicht nur Samara und Lilo. In „Donnie Darko“ spielte sie Donnie Darcys Schwester Elizabeth, in der HBO-Drama-Serie „Big Love“ war sie in 32 Episoden als Rhonda Volmer zu sehen. Dazu kamen Gastauftritte in „Emergency Room“, „Charmed“ und „Sabrina The Teenage Witch“. Chase lieh außerdem der Hauptfigur Chihiro ihre Stimme in der englischen Synchronfassung von Hayao Miyazakis „Spirited Away“.

Nach 2016 wurde es still um sie. Ihr letzter IMDB-Eintrag führt ein Videospiel als letztes Projekt. In den folgenden Jahren berichteten US-Medien wiederholt über Festnahmen, Drogenprobleme und zuletzt über eine Zeit ohne festen Wohnsitz in Los Angeles. Die Karriere des Kindsterns, der mit zwölf Jahren Millionen von Menschen in Kinos erschreckte, endete früh und verlief danach tragisch.

Wo das Werk von Chase heute zu sehen ist

„The Ring“ von 2002 ist als Kauf- oder Leihfilm über die gängigen digitalen Plattformen verfügbar. „Lilo & Stitch“, der Animationsfilm aus demselben Jahr, läuft auf Disney Plus. Im Mai 2025 erschien das Live-Action-Remake, das Chases Original von vor über zwei Jahrzehnten als Vorlage nutzt. Wer wissen will, wie Chase als zwölfjährige Samara den Horrorfilm des Jahres prägte, greift am besten zum Original.