Netflix dreht neues Kapitel von „Das Monster von Florenz“ zum Fall Pietro Pacciani
Netflix dreht eine dreiteilige Miniserie zum berühmtesten Kapitel des Monster-von-Florenz-Falls rund um den Verdächtigen Pietro Pacciani.
Netflix hat die Dreharbeiten zu einem neuen Kapitel von „Das Monster von Florenz“ gestartet. Die dreiteilige Miniserie widmet sich Pietro Pacciani, dem wohl bekanntesten Verdächtigen im gleichnamigen Serienmörder-Fall, der zwischen 1968 und 1985 die Toskana in Angst und Schrecken versetzte. Regie führt wieder Stefano Sollima, der die Anthologie-Serie gemeinsam mit Leonardo Fasoli entwickelt hat.
Der Fall, der Italien jahrzehntelang in Atem hielt
Der sogenannte „Mostro di Firenze“ tötete über fast zwei Jahrzehnte hinweg Liebespaare in der Umgebung von Florenz. Was als einzelner Mord im Jahr 1968 begann, entpuppte sich als eine der aufwändigsten und längsten Mordermittlungen der italienischen Kriminalgeschichte. Mehr als 30 Jahre suchte die Justiz nach dem Täter. Eine abschließende Klärung blieb aus, der Fall gilt offiziell bis heute als ungelöst.
Pacciani, ein Landwirt aus der Region Florenz, geriet in den Fokus der Ermittler und stand schließlich vor Gericht. Schuldig gesprochen, hob die Berufungsinstanz das Urteil später wieder auf. Neben ihm rückt die neue Miniserie auch seine mutmaßlichen Komplizen ins Bild, die die Presse als „Snack Buddies“ bezeichnete. Ihr gemeinsamer Prozess spaltete die italienische Öffentlichkeit jahrzehntelang. Ob Pacciani tatsächlich der Täter war, weiß man bis heute nicht mit Sicherheit.
Eine Anthologie mit eigener Stimme pro Kapitel
„Das Monster von Florenz“ war von Anfang an als Anthologie konzipiert. Jedes Kapitel widmet sich einem anderen Verdächtigen als eigenständige, in sich geschlossene Geschichte. Das erste Kapitel mit vier Episoden erschien im Oktober 2025 auf Netflix und beleuchtete die sardischen Verdächtigen in der frühen Phase der Ermittlungen.
Das neue Kapitel springt zeitlich nach vorn. Sollima beschreibt die Geschichte rund um Pacciani als das bekannteste, umstrittenste und meistdiskutierte Kapitel des gesamten Falls. „Schuld wurde nie bewiesen, aber auch nie vollständig ausgeschlossen.“ Genau diese Ambiguität macht den Fall für die fiktionale Aufarbeitung besonders ergiebig.
Produktionsfirmen wieder an Bord
Hinter der Produktion stehen Freemantles Tochtergesellschaft Wildside und AlterEgo, die bereits den ersten Vierteiler verantworteten. Als Produzenten fungieren Sonia Rovai, Gina Gardini, Sollima und Lorenzo Mieli. Einen Starttermin für das neue Kapitel hat Netflix noch nicht bekanntgegeben.
Wer die erste Miniserie noch nicht gesehen hat, Netflix kann sie bereits auf Netflix streamen.