Léon - Der Profi: Director's Cut jetzt auf HBO Max und warum der Kultfilm nach 30 Jahren immer noch fesselt
Der Director's Cut von Léon - Der Profi belegt Platz zwei der HBO Max-Charts. Luc Bessons Kultfilm von 1994 mit Jean Reno und Natalie Portman.
Mehr als 30 Jahre nach seinem Kinostart steht „Léon - Der Profi“ wieder ganz oben in den Streaming-Charts. Luc Bessons Action-Thriller von 1994 belegt derzeit Platz zwei der meistgesehenen Titel auf HBO Max, und das in einer Fassung, die viele Fans erst jetzt entdecken.
Was ist der Director's Cut?
Die Version auf HBO Max ist nicht die klassische Kinofassung, sondern der Director's Cut mit einer Laufzeit von rund 128 Minuten. Gegenüber der ursprünglichen Kinofassung enthält diese Fassung etwa 22 zusätzliche Minuten, die vor allem die Beziehung zwischen dem Auftragskiller und der zwölfjährigen Mathilda vertiefen. Wer den Film bislang nur aus dem TV kennt, dürfte einige Szenen vermissen, die in der Extended Version erstmals zu sehen sind. Fans sind sich einig, dass der Director's Cut die emotionalere und rundere Erzählung bietet.
Die Kinofassung ist über andere Anbieter wie Prime Video zugänglich, meist jedoch nur als Leihkauf oder über Zusatzkanäle. Der Director's Cut läuft exklusiv bei HBO Max.
Worum geht es?
New York, irgendwo in Little Italy. Jean Reno spielt Léon Montana, einen wortkargen Auftragskiller mittleren Alters, der sein Leben penibel nach Regeln ausrichtet und kaum menschliche Bindungen kennt. Sein Alltag ändert sich schlagartig, als die zwölfjährige Mathilda (Natalie Portman) bei ihm Zuflucht sucht. Der korrupte DEA-Agent Norman Stansfield (Gary Oldman) hat Mathildas Familie ermordet, weil ihr Vater Drogen für ihn versteckte und Geld unterschlug.
Mathilda will Rache und überredet Léon, ihr die Grundlagen seines Handwerks beizubringen. Was als ungewöhnliches Schutzabkommen beginnt, entwickelt sich zu einer ebenso ungewöhnlichen wie berührenden Bindung zwischen zwei Außenseitern. Der Film ist klug genug, diese Beziehung nie zu romantisieren, sondern als das zu zeigen, was sie wirklich ist. Zwei Menschen, die einander zum Überleben brauchen.
Warum hält sich der Film so hartnäckig?
Die Zahlen sprechen für sich. Auf Rotten Tomatoes hält „Léon - Der Profi“ eine Zustimmungsrate von 95 Prozent und liegt damit in einer Liga mit wenigen anderen Actionfilmen seiner Generation. Der Grund ist simpel, Luc Besson hat hier keinen reinen Genre-Film gedreht, sondern einen, der sein Handwerk ernst nimmt.
Gary Oldman liefert als Antagonist Stansfield eine der schillerndsten Bösewicht-Performances der 90er, hemmungslos überzeichnet und dabei nie unglaubwürdig. Jean Reno hält dagegen mit minimalem Ausdruck, was dem Film seine Spannung gibt. Und Natalie Portman, damals tatsächlich zwölf Jahre alt, trägt in ihrem Leinwanddebüt mehr Gewicht als viele erfahrene Schauspieler.
Hinzu kommt Eric Serras Soundtrack, der den Film in eine eigene akustische Welt taucht. Das Zusammenspiel aus gewaltiger Prämisse und fast familiärem Kern ist der Grund, warum dieser Film auch drei Jahrzehnte später noch Gespräche auslöst.
Gibt es einen Trailer?
Mit Klick auf "Abspielen" werden Daten an YouTube übertragenWer „Léon - Der Profi“ noch nicht kennt oder seit Jahren nicht mehr gesehen hat, dem sei der aktuelle Chart-Erfolg als Erinnerung genug. Manche Filme altern einfach nicht.