SHOW

„Hot Ones“ kommt zu Netflix: Sean Evans dreht Spinoff Extra Heat außerhalb des Studios

Netflix bestellt das Spinoff Hot Ones Extra Heat. Sean Evans interviewt Prominente an echten Locations statt im Studio. Start im Juli nach dem Home Run Derby.

· 2 Min. Lesezeit

Sean Evans beißt auch außerhalb seines New Yorker Studios in die Schärfe-Skala. Netflix bestellt mit „Hot Ones: Extra Heat“ einen Ableger des viralen YouTube-Interviewformats „Hot Ones“, in dem Prominente beim Essen immer schärferer Saucen auf den Zahn gefühlt werden.

Was ist Hot Ones Extra Heat?

Der Ableger verlässt das vertraute Studio-Setting und verlegt die Interviews an echte Schauplätze. Jede Folge dauert 30 Minuten. Evans trifft seine Gäste an Locations, die von großen Plattform-Ereignissen inspiriert sind, also von Live-Sportübertragungen, Filmpremieren oder Serien-Starts. Das Schärfe-Ritual der scharfen Soßen bleibt dabei der Kern des Formats.

Der Startschuss fällt gleich mit einem doppelten Medienereignis. Die erste Folge erscheint im Anschluss an den Netflix-Livestream des Home Run Derby am Montag, 13. Juli. Als erste Gäste sitzen Will Ferrell, Fortune Feimster und Jimmy Tatro auf dem Hot Seat, die damit die neue Netflix-Serie „The Hawk“ bewerben.

Was wird aus dem Original auf YouTube?

Gar nichts, zumindest nichts Schlechtes. Das Original-Format „Hot Ones“ auf YouTube läuft wie bisher weiter. Netflix sichert sich also einen Ableger, keinen Exklusivdeal. Das dürfte die Fangemeinde beruhigen, die das Format seit Jahren auf der Video-Plattform verfolgt.

Die Gespräche zwischen Netflix und dem First-We-Feast-Team liefen offenbar schon seit fast zwei Jahren. Nun hat es also doch geklappt. Evans produziert gemeinsam mit Chris Schonberger, Sarah Honda und Aaron Cooke. Als Showrunner fungiert K.P. Anderson, als Produktionsfirma ist Digital Cinema Collective an Bord.

Ein Interview-Format, das aus dem Netz kommt

„Hot Ones“ gehört zu den wenigen YouTube-Formaten, die den Sprung in den Mainstream wirklich vollzogen haben. Das Interview-Format mit Evans zählt inzwischen Hunderte von Episoden, die regelmäßig viral gehen, weil Prominente unter dem Einfluss von Capsaicin überraschend offen reden. Für Netflix ist das eine fertige Marke mit bewiesener Zugkraft und passt in das Konzept des Streamers.

Spinoffs gibt es bereits, und zwar mehrere. „Hot Ones: The Game Show“ lief auf TruTV, hinzu kamen Formate wie „Hot Ones Versus“ und „Hot Ones Wing Pong“. Mit dem Netflix-Ableger geht das Franchise nun in die Premium-Streaming-Liga.

Evans selbst lässt keinen Zweifel an seinem Antrieb. „Als Liebhaber des Late-Night-Genres bin ich fasziniert von der Kunst des Interviews und bin der Überzeugung, dass diese Gespräche ein Ausmaß und eine Spektakularität verdienen, die ein Studio manchmal nicht bieten kann. Es ist spannend, gemeinsam mit Netflix neue Wege mit diesem Format zu beschreiten und dabei den Kern dessen, was die Fans an „Hot Ones“ so lieben, unverändert beizubehalten.“