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ARTE im Juli: Summer of Disco, zwei neue Serien und ein ganzer Monat starker Dokus

Was lohnt sich im Juli 2026 in der ARTE Mediathek? Summer of Disco, neue Serien aus Neuseeland und Australien, eine Mike-Leigh-Filmreihe und starke Dokumentationen.

· 3 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
  1. Summer of Disco: Den Sommer mit einem Schwerpunkt eröffnen
  2. Zwei Serien aus der englischsprachigen Welt
  3. Vier Filme von Mike Leigh
  4. Starkes Dokuprogramm den ganzen Juli
  5. Konzerte von Montreux bis Aix-en-Provence

ARTE liefert im Juli 2026 ein Programm, das deutlich mehr ist als nur Hochkultur. Die Mediathek auf arte.tv bringt zwei neue englischsprachige Serien, eine Retrospektive über Mike Leigh, ein breites Dokumentationspaket und starke Konzerte. Vieles davon gibt es kostenlos, bevor es ins lineare Programm kommt.

Summer of Disco: Den Sommer mit einem Schwerpunkt eröffnen

Bereits am Sonntag, 28. Juni startet der Themenschwerpunkt „Summer of Disco“ auf arte.tv. Kultfilme, Archivkonzerte und neue popkulturelle Dokumentationen erzählen gemeinsam, was Disco jenseits der Spiegelkugel bedeutet hat. Als musikalische Revolution, als gesellschaftlicher Spiegel der 70er Jahre und als globales Kulturphänomen hat das Genre Spuren hinterlassen, die bis heute in Clubkultur, Mode und Popmusik sichtbar sind. Unter dem Slogan „Disco never dies“ bündelt ARTE den Schwerpunkt.

Zwei Serien aus der englischsprachigen Welt

Am Freitag, 3. Juli startet „Five Bedrooms“ in der Mediathek. Die australische Serie dreht sich um fünf Singles, die am Hochzeits-Singletisch landen und nach einer feucht-fröhlichen Nacht beschließen, gemeinsam ein Haus zu kaufen. Was nach Feelgood-Komödie klingt, entwickelt sich über mehrere Staffeln zur unsentimentalen Bestandsaufnahme des modernen Beziehungslebens.

„After the Party“ folgt die Woche drauf am Freitag, 10. Juli und ist die ungleich dunklere der beiden Serien. Die neuseeländische Miniserie dreht sich um Penny, gespielt von Robyn Malcolm, die auf einer Party ihren Mann Phil, gespielt von Peter Mullan, beschuldigt, einen Freund ihrer Tochter sexuell missbraucht zu haben. Niemand glaubt ihr. Was daraus folgt, ist kein Krimi, sondern eine knallharte Auseinandersetzung mit Glaubwürdigkeit, Familie und sozialer Ächtung. Die sechsteilige Produktion feierte 2023 ihre Premiere beim neuseeländischen Sender TVNZ und gilt als eine der stärksten Miniserien des Jahres.

Vier Filme von Mike Leigh

Ab Mittwoch, 1. Juli zeigt ARTE eine Filmreihe mit vier Werken des britischen Regisseurs Mike Leigh. Leigh gilt als einer der genauesten Beobachter des englischen Alltags, lakonisch, manchmal bitter und immer nah an seinen Figuren. Mit dabei ist sein 2002er Drama „All or Nothing“, das einen Taxifahrer und seine Frau in einer Sozialwohnsiedlung im Süden Londons zeigt. Ebenfalls in der Reihe ist „Vera Drake“ von 2004, in dem Imelda Staunton eine Abtreibungshelferin im Nachkriegs-England spielt. Der Film gewann den Goldenen Löwen in Venedig und den Volpi-Pokal für Staunton als beste Darstellerin.

Starkes Dokuprogramm den ganzen Juli

Das Dokumentationsprogramm ist im Juli der eigentliche Kern des ARTE-Angebots.

Am Donnerstag, 2. Juli startet „Alles inklusive - Die Geschichte des Cluburlaubs“ mit Archivaufnahmen und Zeitzeugen über den Wandel des Cluburlaubs, von den spartanischen Anfängen der 1950er über die sexuelle Freizügigkeit der 70er bis zum heutigen Luxustourismus.

Am Montag, 6. Juli folgt „The Way We Move“, eine Dokumentation über Amber Galloway, Pionierin der musikalischen Interpretation in Gebärdensprache. Der Film zeigt, wie tief die Verbindung zwischen der Welt gehörloser Menschen und Musik tatsächlich ist.

Ab Montag, 13. Juli erkundet die Reihe „Nachhaltig? Aber Wie?!“ alltägliche Konsumdilemmata. Papiertüte oder Plastiktüte, neues Smartphone oder refurbished. Jede Folge behandelt eine dieser Fragen, augenzwinkernd und ohne erhobenen Zeigefinger.

Am Dienstag, 21. Juli erscheint „S.O.S. Mittelmeer“ als Teil des ARTE-Klimaschwerpunkts. Das Mittelmeer erwärmt sich nach der Arktis am schnellsten aller Klimaregionen der Welt. Den Monatsabschluss macht am Montag, 27. Juli „Die UNO in der Veto-Falle“, ein Dokumentarfilm über das Vetorecht im UN-Sicherheitsrat und seine Auswirkungen auf Krisen wie in Gaza und der Ukraine.

Konzerte von Montreux bis Aix-en-Provence

Das Konzertprogramm ist für einen Juli bemerkenswert dicht. Am Montag, 6. Juli überträgt ARTE das Eröffnungskonzert der 60. Ausgabe des Montreux Jazz Festivals mit „RAYE & Guests Live at Montreux Jazz Festival 2026“. Die britische Sängerin und Songwriterin RAYE lädt mehrere internationale Popstars auf die Bühne.

Am Samstag, 11. Juli gibt es Oper im Livestream. „Mozart: Die Zauberflöte - Festival d'Aix-en-Provence 2026“ ist kostenlos auf arte.tv abrufbar. Nach acht Jahren kehrt Mozarts meistgespieltes Bühnenwerk ans Festival in der südfranzösischen Stadt zurück.

Am Sonntag, 12. Juli erkundet ARTE in „Warschau musikalisch - Der Palast auf dem Wasser“ die ehemalige Sommerresidenz des letzten polnischen Königs im Warschauer Lazienki-Park. Pianist Alain Planès interpretiert Chopin live vor Ort, der Palast selbst ist die Kulisse.

ARTEs Mediathek bleibt damit auch im Sommer das verlässliche Gegenprogramm zum Mainstream. Wer in den nächsten Wochen Zeit hat, findet hier Inhalte, die auf keiner anderen Plattform zu sehen sind.