Yellowstone-Ableger 6666: Jefferson White dämpft die Hoffnungen
Jefferson White äußert sich zur Zukunft von „6666“. Wir ordnen ein, wie es um den lange angekündigten Yellowstone-Ableger wirklich steht.
Was hat Jefferson White gesagt?
Auf die Frage, ob er für den Yellowstone-Ableger „6666“ noch fest einplant, hat sich Jefferson White jetzt so zurückhaltend geäußert wie lange nicht. „Nicht, dass ich im Moment davon wüsste“, sagte der Schauspieler der Daily Mail.
Ganz begraben will White die Hoffnung trotzdem nicht. Er halte weiter die Daumen, sei aber vor allem dankbar für das, was ihm „Yellowstone“ bereits gegeben habe, ergänzte er. „Ich will nicht undankbar klingen, wir haben aus dieser Serie schon jede Menge herausgeholt“, sagte er weiter.
Offiziell abgesagt ist „6666“ damit nicht. In Produktion ist der Ableger nach fünf Jahren allerdings auch nicht.
Worum geht es bei 6666?
Der Plan für „6666“ existiert seit 2021 und sollte in der Gegenwart auf der historischen Four Sixes Ranch im texanischen Guthrie spielen. Im Zentrum sollten die härtesten Cowboys Amerikas stehen, erzählt aus einer dezidiert texanischen Perspektive.
Angeknüpft hätte die Serie an Jimmy Hurdstrom, Jefferson Whites Figur aus „Yellowstone“. Nachdem Jimmy in Staffel 4 wegen gebrochener Versprechen von der Dutton Ranch verbannt wurde, schickte ihn John Dutton (gespielt von Kevin Costner) zur Bewährung auf die Four Sixes Ranch.
Dort wurde aus dem Rodeo-Reiter ein waschechter Cowboy, der sich zudem in Emily verliebte, gespielt von Kathryn Kelly. Am Ende der vierten Staffel bat Jimmy John Dutton, dauerhaft auf der Ranch bleiben zu dürfen, was dieser genehmigte. Jimmys Serienausstieg war damit besiegelt.
Warum verzögert sich das Projekt?
Schon 2022 gab es die letzte größere Wasserstandsmeldung, damals allerdings zu einem Detail, das die Erwartungen wieder dämpfte. „6666“ sollte demnach nicht beim Streamingdienst Paramount+ laufen, sondern beim klassischen Sender Paramount Network.
2023 äußerte sich Serienschöpfer Taylor Sheridan gegenüber dem Hollywood Reporter zuletzt ausführlicher zum Stand der Dinge. „Das Four-Sixes-Spin-off braucht aus mehreren Gründen ein besonderes Maß an Sorgfalt, weil es sich um einen echten Ort mit echten Familien handelt, die hier arbeiten. Man muss die Tradition respektieren. Ich habe dem Sender gesagt, er soll geduldig sein“, sagte Sheridan damals.
Seither haben weder er noch Paramount ein Produktionsdatum, einen Cast oder ein Startfenster genannt. Sheridan weiß offenbar, wovon er spricht, denn ihm gehört die Four Sixes Ranch inzwischen selbst.
Er kaufte das rund 270.000 Acres große Anwesen 2021 im Rahmen eines Millionen-Deals, nachdem der vorherige Besitzer gestorben war. Wer sein eigenes Land als Drehort nutzen will, hat offenbar besonderen Grund zur Vorsicht.
Wie geht es mit dem Yellowstone-Universum weiter?
„Yellowstone“ selbst ist nach fünf Staffeln bereits zu Ende erzählt, das Franchise wächst aber trotzdem munter weiter. Mit „1883“ und „1923“ gibt es die Vorgeschichte der Duttons, und „Dutton Ranch“ führt Beths und Rips Geschichte fort.
In „Marshals“ ermittelt Kayce Dutton als US-Marshal, und „The Madison“ eröffnet mit Michelle Pfeiffer ein komplett neues Kapitel. Ausgerechnet 6666 bleibt dabei der auffälligste Nachzügler, seit Jahren angekündigt und trotzdem keinen Schritt näher an die Kameras gerückt.
Solange sich Sheridan oder Paramount nicht offiziell äußern, bleibt 6666 das, was es seit Jahren ist, ein Projekt in der Schwebe. Nach Whites aktuellen Aussagen wirkt eine Rückkehr von Jimmy Hurdstrom jedenfalls nicht wahrscheinlicher als zuvor.