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Streaming-Business: Apple TV erhöht erneut die Preise in den USA

Apple TV wird in den USA erneut teurer, Bertelsmann hebt seine Prognose an. Die wichtigsten Streaming-Business-Meldungen im Überblick.

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Die Preisspirale bei den Streaming-Diensten dreht sich weiter, und Apple TV liefert dafür gerade das aktuellste Beispiel. Zugleich meldet Bertelsmann mit dem RTL-Streaming-Geschäft einen Meilenstein, auf den der Konzern lange hingearbeitet hat.

Apple TV wird zum zweiten Mal in zwölf Monaten teurer

Apple TV kostet in den USA ab sofort 14,99 statt 12,99 US-Dollar im Monat. Das Jahresabo steigt von 99 auf 119 US-Dollar. Neu- und Bestandskunden sind gleichermaßen betroffen, Bestandskunden bekommen rund einen Monat vor der Umstellung eine Mitteilung.

Erst vor einem Jahr, im August 2025, hatte Apple den Monatspreis bereits kräftig angehoben, damals von 9,99 auf 12,99 US-Dollar. Das Jahresabo blieb dabei unverändert bei 99,99 US-Dollar, diesmal zieht es also erstmals mit. Auch das Bundle Apple One wird teurer, der Einzeltarif steigt von 19,95 auf 21,95 US-Dollar.

Apple begründet den Schritt nicht öffentlich mit konkreten Zahlen, verweist aber gern auf die Emmy-Bilanz des Dienstes. Mit 87 Nominierungen für Serien wie „Severance“, „The Studio“ und „Slow Horses“ zählt Apple TV zu den kritisch gefeiertsten Anbietern überhaupt, auch wenn Apple weiterhin keine Abonnentenzahlen nennt.

Wer im deutschen Netflix-, YouTube- oder Prime-Video-Abo bereits eine Preiserhöhung in diesem Jahr hinter sich hat, dürfte das Muster erkennen. Qualität hat ihren Preis, und der steigt gerade branchenweit fast im Jahrestakt.

Bertelsmann hebt die Jahresprognose an

Bertelsmann ist mit deutlichem Rückenwind durchs erste Halbjahr 2026 gekommen. Der Umsatz kletterte um 2,3 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro, das Konzernergebnis legte sogar um 45 Prozent auf 292 Millionen Euro zu. Das organische Wachstum von 5,1 Prozent ist laut Konzern der höchste Wert der vergangenen 20 Jahre, das Corona-Jahr 2021 ausgenommen, meldet Horizont.

Den größten Sprung schaffte das Streaming-Geschäft der RTL Group. Es schrieb erstmals schwarze Zahlen und trägt damit zum ersten Mal positiv zum Konzernergebnis bei. Die Zahl der zahlenden Abonnenten wuchs um 20,7 Prozent auf 8,7 Millionen.

Der Streaming-Umsatz stieg um 27,2 Prozent auf 299 Millionen Euro. Mit der inzwischen abgeschlossenen Übernahme von Sky Deutschland kommen RTL und Sky im deutschsprachigen Raum zusammen auf rund 12,4 Millionen bezahlte Abonnements.

„Wir blicken auf ein sehr gutes erstes Halbjahr 2026“, sagte Bertelsmann-Chef Thomas Rabe und kündigte an, bis Jahresende insgesamt rund 10 Milliarden Euro in die sogenannte Boost-Strategie investiert zu haben. Finanzvorstand Rolf Hellermann hob die Jahresprognose entsprechend an.

Der Konzern rechnet nun mit starkem Umsatzwachstum und einem deutlichen Anstieg beim operativen Ergebnis.

Zwei Meldungen, ein gemeinsamer Nenner. Die etablierten Streaming-Anbieter suchen ihren Weg zur Profitabilität, die einen über höhere Preise, die anderen über organisches Wachstum und Übernahmen.

Für Zuschauer heißt das in beiden Fällen dasselbe. Der Markt konsolidiert sich, und billiger wird das Streamen dabei erkennbar nicht.