Makellose Kritikerwertung, gute Quoten - und trotzdem Schluss: Prime Video setzt „So ist das nicht“ nach einer Staffel ab

„So ist das nicht“ bei Prime Video abgesetzt - trotz 100 % bei Kritikern und Top-10-Platzierung. Die Serie endet nach acht Folgen mitten im Cliffhanger.

· 3 Min. Lesezeit

Perfekte 100 Prozent bei Rotten Tomatoes, ordentliche Top-10-Zahlen, und trotzdem ist Schluss. „So ist das nicht“ bekommt bei Prime Video keine zweite Staffel, wie Deadline berichtet. Das Familiendrama um einen verwitweten Pastor und seine frisch geschiedene Nachbarin endet damit nach nur acht Folgen, mitten in einem ziemlich schmerzhaften Cliffhanger.

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Warum ist das Aus so überraschend?

Normalerweise erklären schlechte Kritiken oder miese Quoten eine Absetzung. Bei „So ist das nicht“ passt beides nicht. Die Serie hält bis heute eine makellose Wertung von 100 Prozent bei Rotten Tomatoes.

Auch kommerziell lief es ordentlich. Prime Video veröffentlicht zwar keine genauen Zuschauerzahlen, dafür aber wöchentliche Top-10-Ranglisten, und dort tauchte die Serie auf. In der ersten Ausgabe der globalen Serien-Charts vom 3. Juni belegte „So ist das nicht“ Platz 9.

In den täglichen US-Charts von Prime Video steht sie aktuell auf Rang 5. Ein Flop sieht anders aus. Trotzdem zieht der Streamingdienst die Reißleine.

Worum geht es in der Serie?

Entwickelt haben „So ist das nicht“ die Parenthood-Autoren Ian Deitchman und Kristin Robinson, gemeinsam mit Garrett Lerner als Showrunner. Im Zentrum stehen zwei Nachbarn, die beide neu allein dastehen.

Scott Foley spielt Malcolm, einen Pastor, der frisch verwitwet drei Kinder großziehen muss. Erinn Hayes ist Lori, frisch geschieden und Mutter zweier Teenager. Zwischen Kirchengemeinde, Familienalltag und vorsichtiger neuer Nähe versuchen beide herauszufinden, wie ein Neuanfang eigentlich aussehen soll.

Weitere Rollen übernehmen J.R. Ramirez als David Soto, Caleb Baumann als Merritt Soto und Cary Christopher als Justin Jeffries. Dazu kommen Leven Miranda als Flora Jeffries, Liv Lindell als Casey Soto und Cassidy Paul als Penelope Jeffries.

Wie endet die einzige Staffel?

Das Finale schließt mit einem waschechten Cliffhanger. Malcolm ringt sich durch, Lori endlich seine Gefühle zu gestehen, zumindest in seiner Vorstellung. In der Realität passiert das nie.

Stattdessen erzählt Lori ihm von ihrem eigenen Dilemma, ob sie mit ihrem neuen Freund weitermachen oder es noch einmal mit ihrem Ex-Mann versuchen soll. Malcolm verschiebt sein Geständnis auf später. Nach der Absetzung wird dieses Später wohl nie kommen.

Wie geht es bei Wonder Project weiter?

„So ist das nicht“ ist Teil einer laufenden Zusammenarbeit zwischen Prime Video und dem Studio Wonder Project, das auch hinter „House of David“ steckt. Beide Serien starten zunächst exklusiv über den eigenen Wonder-Project-Zusatzkanal, bevor sie regulär im Hauptangebot von Prime Video landen.

So lief es auch bei „So ist das nicht“. Die Serie startete am 25. Januar 2026 wöchentlich auf dem Zusatzkanal, die komplette erste Staffel folgte am 15. Mai 2026 gebündelt im normalen Prime-Video-Programm.

Bei „House of David“ verlief der Start ähnlich, die zweite Staffel debütierte im November auf dem Zusatzkanal und Ende März regulär bei Prime Video. Dafür gibt es dort jetzt grünes Licht für eine dritte Staffel.

Der Unterschied dürfte auch mit persönlichen Beziehungen zu tun haben. Amazon-MGM-Studios-Chef Peter Friedlander kennt Wonder-Project-Chefin Kelly Merryman Hoogstraten noch aus gemeinsamen Netflix-Zeiten.