Amazons beliebteste Actionserie ist seit gestern zurück: Kritiker streiten über Reacher Staffel 4

Reacher Staffel 4 ist bei Prime Video gestartet. Wir zeigen, warum sich die Kritiken so stark unterscheiden und wer in den neuen Folgen mitspielt.

· 3 Min. Lesezeit

„Reacher“ ist zurück, und diesmal sind sich die Kritiker alles andere als einig. Seit Mittwoch, 12. August, stehen die ersten drei Folgen der 4. Staffel bei Prime Video bereit. Alan Ritchson schlägt sich erneut als muskelbepackter Ex-Militärpolizist durch eine neue Verschwörung.

Während die einen von der bisher besten Runde der Serie sprechen, erkennen andere handfeste Schwächen.

Wie bewerten Kritiker die neue Staffel?

Bei Rotten Tomatoes startete Staffel 4 zunächst mit sensationellen 100 Prozent, basierend auf gerade einmal neun Kritiken. Mit inzwischen 16 Wertungen ist der Wert auf 88 Prozent gesunken.

Im Kontext der eigenen Seriengeschichte ist das trotzdem der bislang schwächste Wert, Staffel 1 kam 2022 auf 92 Prozent, Staffel 2 und 3 jeweils auf 98 Prozent. Zum ersten Mal äußert also ein nennenswerter Teil der Presse echte Vorbehalte.

The Hollywood Reporter bringt die Spaltung auf den Punkt, dort feiern manche Kritiker die Staffel als „bisher beste“, andere nennen sie die „am wenigsten befriedigende“ der ganzen Serie.

Reacher - Jetzt streamen bei

Was gefällt, was nicht?

Auf der positiven Seite steht etwa Roger Ebert, dort gilt Staffel 4 als „möglicherweise bislang beste Season“. Alan Ritchson wird dort sogar als „äußerst versierte Mischung aus Batman und dem Punisher“ beschrieben.

Collider vergibt 9 von 10 Punkten und lobt die „düsterste, wildeste und anspruchsvollste Staffel bisher“. The Wrap nennt die neuen Folgen die blutigsten der Serie, die Actionszenen sollen laut mehreren Kritiken zudem die bislang aufwendigsten sein.

Deutlich kritischer äußert sich The Playlist, dort gilt die Staffel als „bisher am wenigsten befriedigender Ausflug“, Drehbuch und ein cartoonhafter Ton bekommen ihr Fett weg.

The Daily Beast diagnostiziert „erste echte Verschleißerscheinungen“ und bemängelt eine Handlung, die zeitweise so verworren ist, dass die Figuren sie später selbst erklären müssen.

Und bei ScreenRant sieht vor allem die erste Staffelhälfte spürbar schwächer als die zweite.

Worum geht es in Staffel 4?

Eine zufällige Begegnung in der U-Bahn von Philadelphia führt Reacher diesmal direkt in ein gefährliches Komplott. Der Fall reicht bis in die höchsten Machtebenen und bringt ihn gegen skrupellose Gegner in Stellung. Grundlage ist der 13. Roman aus Lee Childs Buchreihe.

Anders als in früheren Staffeln setzen die Verantwortlichen diesmal stärker auf Nahkämpfe statt auf Schusswaffen. Stunt-Koordinator Buster Reeves, bekannt aus der Dark-Knight-Trilogie, hat die Kampfszenen bewusst geerdeter inszeniert, mit längeren Einstellungen statt schnellem Schnitt.

Wer spielt mit?

Alan Ritchson bleibt das Herzstück der Serie. An seiner Seite ermittelt Sydelle Noel als Detective Tamara Green, die in Philadelphia auf einen ungewöhnlichen Fall stößt.

Christopher Rodriguez Marquette spielt den Kleinstadt-Cop Jacob Merrick, der nach dem Tod seiner Adoptivtochter nach Antworten sucht. Kevin Corrigan gibt Tamaras zynischen Partner Shaun Docherty.

Marc Blucas und Kathleen Robertson verkörpern das Politiker-Ehepaar John und Elsbeth Sampson, dessen Geheimnisse die Staffel antreiben. Für die Familie Hoth, die Reacher in die Verschwörung hineinzieht, stehen Agnez Mo und Anggun vor der Kamera.

Bis zum Staffelfinale am Mittwoch, 16. September, erscheint jede Woche eine neue Folge, wie wir bereits zum Staffelstart berichtet hatten. Direkt danach startet das Spin-off „Neagley“ mit allen acht Episoden auf einen Schlag.

Prime Video hat zudem längst grünes Licht für eine 5. Staffel gegeben. Ob euch Staffel 4 als bislang bester oder schwächster Auftritt der Serie in Erinnerung bleibt, müsst ihr am Ende selbst entscheiden.