ZDF-Premiere im Juli: Sechsteilige Miniserie über den Fall Kabuls startet zuerst in der Mediathek

Die Miniserie über den Taliban-Einmarsch 2021 startet ab 20. Juli in der ZDFmediathek, ab 27. Juli im ZDF. Cast, Handlung und alle Sendetermine.

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Als am 15. August 2021 die Taliban in Kabul einmarschierten, stürzten Hunderttausende Menschen in eine lebensbedrohliche Ausnahmesituation. Fast fünf Jahre später widmet sich die internationale Miniserie „Kabul - Flucht aus der Hölle“ diesen Ereignissen aus menschlicher Nahperspektive. Das ZDF zeigt die sechsteilige Koproduktion ab dem 20. Juli zunächst in der Mediathek, bevor die Free-TV-Premiere am 27. Juli folgt.

Wann startet die Serie?

Ab Montag, 20. Juli 2026 stehen alle sechs Folgen ab 10 Uhr in der ZDFmediathek zum Abruf bereit. Die Free-TV-Premiere läuft dann an drei aufeinanderfolgenden Abenden. Am Montag, 27. Juli startet das ZDF mit den ersten beiden Folgen ab 22:15 Uhr, am Dienstag, 28. Juli und am Mittwoch, 29. Juli folgen jeweils zwei weitere. Jede Folge dauert rund 50 Minuten. Begleitend zur Ausstrahlung zeigt das ZDF am Mittwoch, 29. Juli ab 22:15 Uhr die Dokumentation „auslandsjournal frontlines: Kabul - die Rückkehr der Taliban“ von ZDF-Sonderkorrespondentin Katrin Eigendorf.

Worum geht es?

Kabul, 15. August 2021. Während sich amerikanische Truppen zurückziehen, rücken die Taliban in die Hauptstadt ein. „Kabul - Flucht aus der Hölle“ erzählt die Ereignisse dieser Tage aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig.

Im Mittelpunkt steht die afghanische Staatsanwältin Zahara, die mit ihrem Mann Baqir Schutz in der französischen Botschaft sucht. Ihr Sohn Fazal, ein Soldat der afghanischen Armee, erlebt den Zusammenbruch seiner Einheit und schleust sich später undercover in eine IS-Zelle ein, um einen Anschlag zu verhindern. Tochter Amina kämpft sich als junge Ärztin gemeinsam mit ihrer kleinen Patientin Nooria zum Flughafen durch. Parallel dazu sieht sich der italienische Diplomat Giovanni plötzlich als einziger Vertreter seines Landes vor Ort, während die deutsche Soldatin Vera alles daransetzt, einen befreundeten afghanischen General in Sicherheit zu bringen. Sicherheitschef Gilles koordiniert unterdessen unter extremem Druck die Evakuierung der französischen Botschaft.

Die Serie ist fiktionalisiert, aber eng an realen Begebenheiten orientiert. Und auch der Anschlag am Abbey Gate, bei dem am 26. August 2021 über 200 Zivilisten und 15 US-Soldaten ihr Leben verloren, spielt in der Handlung eine zentrale Rolle.

Wer spielt mit?

Das Ensemble ist bewusst international besetzt. Darina Al Joundi spielt die Staatsanwältin Zahara, Vassilis Koukalani ihren Mann Baqir. Shervin Alenabi übernimmt die Rolle des Sohns Fazal, Hannah Abdoh die seiner Schwester Amina. Gianmarco Saurino verkörpert den italienischen Diplomaten Giovanni, Jeanne Goursaud die deutsche Soldatin Vera. Jonathan Zaccaï spielt Sicherheitschef Gilles.

Darüber hinaus wirken Eric Dane als CIA-Agent Martin, Thibault Evrard als Erwan, Olivier Rabourdin als Botschafter Benoit, Valentina Cervi als Francesca sowie Ludwig Blochberger, Leonard Scheicher und David Rott als weitere Bundeswehrsoldaten mit.

Hinter der Kamera zeichnen Kasia Adamik und Olga Chajdas für die Regie verantwortlich, das Drehbuch stammt von Olivier Demangel und Thomas Finkielkraut. Gedreht wurde die Produktion vom April bis Juli 2024 in Griechenland.

Was steckt hinter der Produktion?

Bei „Kabul - Flucht aus der Hölle“ handelt es sich um eine hochwertige europäische Koproduktion, an der neben dem ZDF auch France Télévisions, RAI Fiction und der griechische Pay-TV-Anbieter Cosmote TV beteiligt sind. Produziert haben Cinétévé und 24 25 Films (Mediawan), finanziell mitgetragen durch die Europäische Union im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Kooperationen European Alliance und New8.

Das ZDF-Presseportal würdigt ausdrücklich den Beitrag von Eric Dane zur Produktion. Der US-amerikanische Schauspieler, einem deutschen Publikum vor allem aus „Grey's Anatomy“ bekannt, ist im März 2025 im Alter von 56 Jahren verstorben. Mit „Kabul - Flucht aus der Hölle“ hinterlässt er eine seiner letzten großen Rollen.