Joby Baker ist tot: Gidget-Darsteller und Elvis-Filmpartner wurde 92

Schauspieler Joby Baker ist mit 92 Jahren gestorben. Er spielte in den „Gidget“-Filmen, neben Elvis Presley und in der Sitcom „Good Morning World“.

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Joby Baker ist tot. Der US-Schauspieler starb bereits am Montag, 22. Juni, in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat New York.

Wie seine Familie mehreren US-Medien bestätigte, starb er an natürlichen Ursachen. Baker wurde 92 Jahre alt.

Sein Tod folgt nur drei Wochen auf den seines langjährigen Kollegen Ronnie Schell. Die beiden spielten 1967 die Hauptrollen in der CBS-Sitcom „Good Morning World“, einer Komödie über zwei befreundete Radiomoderatoren mit gegensätzlichem Temperament.

Baker gab darin den Radiomoderator Dave Lewis, Schell dessen Kollegen Larry Clarke. Die Serie kam nur auf eine Staffel mit 26 Folgen, machte aber Goldie Hawn in ihrer allerersten Fernsehrolle bekannt.

Vom Gidget-Strand zu Elvis und Disney

Vor seiner Zeit als TV-Gesicht war Baker ein gefragter Nebendarsteller in der leichten Filmkost der sechziger Jahre. Er trat gleich in drei „Gidget“-Filmen auf, den Anfang machte er 1959 an der Seite von Sandra Dee.

1965 spielte er in „Girl Happy“ einen Musiker in der Band von Elvis Presleys Figur Rusty Wells. In Deutschland lief der Film unter dem herrlich unverblümten Titel „Kurven-Lilly“.

Baker gehörte zudem zum festen Schauspielerstamm der Walt Disney Studios, unter anderem in „Bullwhip Griffin oder Goldrausch in Kalifornien“ und der Piratenkomödie „Käpt'n Blackbeards Spuk-Kaschemme“. Vor der Kamera stand er bereits ab den frühen Fünfzigern, unter anderem in Gastrollen bei „Perry Mason“ und „Dragnet“.

Ein Maler, der nebenbei schauspielerte

Für sich selbst sah sich Baker allerdings zeitlebens eher als Maler denn als Schauspieler. Ab den Siebzigern stellte er seine Bilder in Galerien in Los Angeles und New York aus.

Von 1984 bis zu ihrem Tod 2012 war er mit der Songwriterin und Sängerin Dory Previn verheiratet, für deren Bücher er auch als Illustrator arbeitete. Baker hinterlässt seine Frau Megan, mehrere Kinder und Stiefkinder sowie sechs Enkelkinder.

Die meisten seiner Film- und Fernsehrollen aus jener Zeit haben es nie auf eine große deutsche Streaming-Plattform geschafft. Sie bleiben vor allem ein Stück US-Fernsehgeschichte.