Godfather of Harlem: MGM+ beendet die Serie mit zweistündigem Finale statt Staffel 5

MGM+ beendet „Godfather of Harlem“ nach vier Staffeln mit einem zweistündigen Finale. Forest Whitaker kehrt als Bumpy Johnson zurück, ein Sendetermin fehlt noch.

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Bumpy Johnson bekommt keine fünfte Staffel mehr, dafür einen ordentlichen Abschied. MGM+ hat entschieden, „Godfather of Harlem“ nach vier Staffeln nicht fortzusetzen. Statt einer neuen Season gibt es ein zweistündiges Serienfinale, das Forest Whitaker noch einmal als Gangsterboss Bumpy Johnson zurück auf den Bildschirm bringt. Mehrere US-Branchenmedien wie Deadline, Variety und The Hollywood Reporter berichteten am Mittwoch übereinstimmend über das Aus.

Ein Finale statt Staffel 5

Die Nachricht kommt gut ein Jahr nach dem Ende von Staffel 4, die am Sonntag, 13. April 2025 startete und am Sonntag, 22. Juni 2025 endete. Statt einer fünften Staffel bekommt „Godfather of Harlem“ nun einen zweistündigen Abschluss, der laut offizieller Ankündigung zeigt, wie Bumpy Johnson vor dem größten Rückschlag seiner Karriere steht. Politische Gegner, Konkurrenten aus der Unterwelt und private Konflikte setzen ihm gleichzeitig zu. Bumpy muss auf jedes Bündnis und jede Lektion der vergangenen Jahre zurückgreifen, um sein Lebenswerk und die Menschen, die ihm wichtig sind, zu schützen. Das Finale erzählt Bumpys ganze Geschichte zu Ende, vom Straßenjungen aus Harlem bis zu dem Mann, der die Machtstrukturen einer ganzen Ära veränderte, und klärt, welches Erbe er am Ende hinterlässt.

Warum die Serie aufhört

„Godfather of Harlem“ startete 2019 noch beim MGM+-Vorgänger Epix und avancierte schnell zum Aushängeschild des Senders. Staffel 3 diente sogar als Startschuss für das Rebranding von Epix zu MGM+ am Sonntag, 15. Januar 2023. Laut Deadline würdigt der zweistündige Abschluss bewusst das Erbe der Serie, das noch aus der Zeit vor der Übernahme von MGM durch Amazon stammt. Einen konkreten Grund für das Serienende nennen die Quellen nicht, ein festes fünftes Staffel-Paket war offenbar nie eingeplant.

Wer beim Finale wieder dabei ist

Neben Whitaker kehren Ilfenesh Hadera als Bumpys Frau Mayme Johnson, Antoinette Crowe-Legacy als Tochter Elise Johnson, Erik LaRay Harvey als Weggefährte Del Chance und Rome Flynn als Rivale Frank Lucas zurück. Welche Gaststars noch dazukommen, will MGM+ zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Die Dreharbeiten zum Finale beginnen am Freitag, 10. Juli, am Serien-Set in Brooklyn, New York. Geschaffen wurde „Godfather of Harlem“ von Chris Brancato und Paul Eckstein, Brancato zeichnet auch als Showrunner verantwortlich. Produziert wird die Serie von 20th Television, ausführende Produzenten sind unter anderem Whitaker selbst, Michael Panes, Nina Yang Bongiovi, James Acheson und Markuann Smith, Swizz Beatz komponiert die Musik.

Whitaker zeigt sich in einem Statement dankbar für die gemeinsame Zeit am Set. „Bumpy Johnson zu spielen, war eine der größten Erfahrungen meiner Karriere. Diese Figur, diese Geschichte und dieses Ensemble haben es mir erlaubt, die Zerrissenheit eines Mannes zwischen Ehrgeiz, Loyalität und Überleben auszuloten“, sagte der Oscar-Preisträger. MGM+-Chef Michael Wright lobte die Serie als „ein Aushängeschild unserer Eigenproduktionen“ und nannte das Finale „einen Abschied, der den Ehrgeiz und die emotionale Wucht würdigt, die Team und Cast von Anfang an eingebracht haben“. Showrunner Brancato betonte, Whitaker habe die Rolle mit „seiner charakteristischen Mischung aus Intelligenz, Härte und Menschlichkeit“ gefüllt und den Boss verkörpert, der Harlems Straßen über zwei Jahrzehnte beherrschte.

Wann läuft das Finale, und wo seht ihr Godfather of Harlem

Einen Sendetermin für das Finale hat MGM+ noch nicht bekannt gegeben, hier heißt es vorerst warten. In Deutschland lief Staffel 4 im vergangenen Jahr zunächst exklusiv bei MagentaTV, die ersten drei Staffeln sind bislang bei Disney+ und Amazon Prime Video zu sehen. Ob das Finale hierzulande ebenfalls über einen dieser Anbieter kommt, ist noch offen. Wer an Harlem der 1960er-Jahre und Bumpy Johnsons Kampf um die Kontrolle der Stadt hängt, bekommt mit dem Finale wenigstens einen würdigen Schlusspunkt statt eines offenen Endes, wie es bei abgesetzten Serien sonst oft der Fall ist.