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Das Kanu des Manitu auf Netflix: Bully-Western stürmt die Charts

„Das Kanu des Manitu“ stürmt nach dem Kino-Rekord von 2025 die Netflix-Charts. Alle Infos zum Bully-Film, Handlung und Cast.

· 2 Min. Lesezeit

„Das Kanu des Manitu“ ist seit Montag, 15. Juni bei Netflix abrufbar und hat sich umgehend auf Platz 1 der deutschen Charts gesetzt. Dass ein deutschsprachiger Westernfilm die Streaming-Spitze erklimmt, kommt nicht alle Tage vor. Michael Herbig alias Bully hat es trotzdem geschafft.

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Vom Kino auf Netflix: ein Rekordfilm

Im Kino war „Das Kanu des Manitu“ der Überraschungshit des letzten Sommers. Bereits am Starttag, dem 14. August 2025, kamen rund 160.000 Besucher, am ersten Wochenende knapp 770.000. Bis November 2025 zählte der Film mehr als fünf Millionen Kinobesucher allein in Deutschland, im gesamten deutschsprachigen Raum waren es über sechs Millionen. Damit war er der erfolgreichste deutsche Film des Jahres 2025.

Die Auszeichnungen folgten auf dem Fuß. Der Bayerische Filmpreis 2025, der Jupiter Award 2026 und der Deutsche Filmpreis 2026 in der Kategorie „Besucherstärkster Film“ landeten im Regal. Nicht schlecht für einen Komödienwestern, der 24 Jahre nach „Der Schuh des Manitu“ in die Kinos kam.

Worum geht es?

Der Film setzt einige Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils an. Der Apache Abahachi und sein Blutsbruder Ranger tappen in eine Falle. Eine kriminelle Bande schiebt ihnen eine Serie von Zugüberfällen in die Schuhe, die Helden sollen hingerichtet werden. Dahinter steckt ein mysteriöser Ölbaron, der das heilige Kanu der Apachen in die Hände bekommen will. Mit Hilfe ihres Freundes Dimitri und der neu eingeführten Figur Mary gelingt die Flucht. Der Rest ist das gewohnte Bully-Programm mit absurden Wendungen, Anspielungen auf Western-Klassiker und reichlich Nostalgie.

Das Drehbuch stammt von Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian, die auch die drei Hauptrollen übernehmen. Die Dreharbeiten führten das Team an 44 Drehtagen nach München, Almería, Valencia und Santa Fe in New Mexico.

Der Cast

Michael Herbig spielt Abahachi, den Häuptling der Apachen. Christian Tramitz kehrt als sein weißer Blutsbruder Ranger zurück, Rick Kavanian als Kumpel Dimitri. Neu im Ensemble sind Jasmin Schwiers als Mary, Friedrich Mücke als Sheriff, Jessica Schwarz als Antagonistin Boss und Sky du Mont als Santa Maria. Produziert hat den Film die Herbig-eigene Produktionsfirma herbX film, den Verleih übernahm Constantin Film.

Wie kommt der Film an?

Die Kritiken fielen gemischt aus. Auf filmstarts.de gab es 3,5 von 5 Sternen. Der Autor nannte den Film „ziemlich lustig“, zweifelte aber daran, dass er „einen so bleibenden popkulturellen Fußabdruck hinterlassen“ werde wie sein Vorgänger. Auf epd-film.de vergab man nur 2 von 5 Sternen, der Film füge dem Original „nicht wirklich etwas Neues“ hinzu. Programmkino.de sah das positiver und bescheinigte Herbig ein „durchgängiges Gag-Feuerwerk“.

Auf IMDb kommt „Das Kanu des Manitu“ derzeit auf 6,0 von 10 Punkten. Das Streaming-Publikum urteilt weniger streng. Auf Netflix schoss der Film unmittelbar nach dem Start auf Platz 1, auch in Österreich und der Schweiz. International setzen sich bislang noch US-Produktionen durch, doch das könnte sich in den kommenden Wochen noch ändern.