Das Gold ihres Lebens: ZDF zeigt 37-Grad-Doku über Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye
Das ZDF zeigt am 28. Juli 2026 die 37-Grad-Doku über Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye. Der Film erzählt von Mobbing, Glauben und dem Gold von Paris 2024.
Als Yemisi Ogunleye im August 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris den Wettkampfring betrat, zählte sie nicht zu den großen Favoritinnen. Was danach passierte, schrieb deutsche Leichtathletik-Geschichte. Mit „Das Gold ihres Lebens - Kugelstoßerin Yemisi“ erzählt die ZDF-Dokureihe „37 Grad“ nun die Geschichte hinter dem Triumph, die Geschichte einer Frau, die auf dem Weg dorthin weit mehr überwinden musste als sportliche Herausforderungen.
Sendetermin und Verfügbarkeit
Die Dokumentation läuft am Dienstag, 28. Juli 2026 im ZDF und steht ab diesem Tag auch in der ZDF-Mediathek zur Verfügung. Regisseurin Tina Soliman begleitete Ogunleye auf einer sehr persönlichen Reise durch ihr Leben. Das Ergebnis versteht sich ausdrücklich nicht als reines Sportlerporträt, sondern als ein Film über Identität, Zugehörigkeit, Glauben und innere Stärke.
Aufgewachsen in der Pfalz
Als Tochter einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters wuchs Ogunleye in der Pfalz auf und fühlte sich in ihrer Schulzeit oft ausgeschlossen. Mobbing und rassistische Anfeindungen hinterließen tiefe Spuren und ließen die spätere Spitzensportlerin in jungen Jahren zeitweise den Glauben an sich selbst verlieren.
Den entscheidenden Wendepunkt brachte die Begegnung mit einer Jugendleiterin ihrer Kirchengemeinde. Dort fand Ogunleye nicht nur Rückhalt, sondern einen Glauben, der ihr bis heute Halt gibt. Diesen spirituellen Aspekt betrachtet sie selbst als untrennbar mit ihrem sportlichen Aufstieg verbunden. Tina Soliman macht ihn zum roten Faden der gesamten Dokumentation.
Der letzte Versuch, der alles entschied
Dem olympischen Finale in Paris widmet die Dokumentation besondere Aufmerksamkeit. Ogunleye war im Wettkampf bereits gestürzt, als sie zum letzten Versuch antrat. Dann gelang ihr der entscheidende Stoß auf 20 Meter. Gold. Schlagartig gehörte sie zu den bekanntesten deutschen Leichtathletinnen.
Für Ogunleye steht dieser Moment symbolisch für ihren gesamten Lebensweg. Immer wieder hinfallen, immer wieder aufstehen. Tina Soliman macht genau das zum übergreifenden Thema.
Ein neues Kapitel nach dem Dreh
Die Dokumentation hält am Ende noch eine persönliche Überraschung bereit. Nach Abschluss der Dreharbeiten heiratete Ogunleye und trägt inzwischen den Namen Yemisi Mabry. Der Film schließt damit mit einem Neuanfang, passend zu einer Lebensgeschichte, die bereits mehrfach überraschende Wendungen genommen hat.
Wer sich fragt, wie aus der ausgegrenzten Schülerin aus der Pfalz eine Olympiasiegerin wurde, findet in dieser 37-Grad-Doku die Antwort.