Blake Lively fordert 8 Millionen Dollar von Justin Baldoni
Blake Lively fordert von Justin Baldoni und Wayfarer Studios rund 8 Millionen Dollar Anwaltskosten. Ein Richter muss nun über die Höhe entscheiden.
Acht Millionen Dollar für die Verteidigung
Der Rechtsstreit um „Nur noch ein einziges Mal“ ist offiziell beigelegt, ganz vorbei ist die Sache trotzdem nicht. Blake Lively reichte am Montag, 29. Juni, bei einem New Yorker Gericht einen Antrag ein und verlangt von ihrem früheren Co-Star Justin Baldoni sowie dessen Firma Wayfarer Studios insgesamt 8.035.040,88 US-Dollar. Aufgeschlüsselt sind das 7.495.526,87 US-Dollar Anwaltshonorare und 539.514,01 US-Dollar Gerichtskosten und Auslagen.
Livelys Anwältin Esra Hudson reichte die entsprechende Erklärung ein. Ihr Team begründet die hohe Summe unter anderem mit dem enormen Medieninteresse an dem Fall, das die Kosten zusätzlich in die Höhe trieb. Mehr als 7.000 Dokumente habe Lively im Laufe des Verfahrens vorgelegt, heißt es in den Unterlagen.
Richter hatte Kostenübernahme bereits angeordnet
Ganz aus dem Nichts kommt die Forderung nicht. Bezirksrichter Lewis J. Liman hatte bereits entschieden, dass Baldoni für Livelys Anwaltskosten aufkommen muss, nachdem dessen 400-Millionen-Dollar-Verleumdungsklage gegen Lively vor Gericht scheiterte. Livelys Wunsch nach dreifachem Schadenersatz und Strafschadenersatz lehnte Liman allerdings ab. Diesen Weg kann sie höchstens noch über eine separate Klage oder eine Gegenforderung verfolgen.
Baldoni und Wayfarer haben nun bis Montag, 13. Juli, Zeit, auf den Antrag zu reagieren. Danach entscheidet Liman, ob er die volle Summe zuspricht, sie kürzt oder die Forderung komplett ablehnt.
Ein Vergleich ohne Geld für die Parteien
Lively und Baldoni hatten ihren jahrelangen Konflikt Anfang Mai beigelegt, nur zwei Wochen bevor der Prozess am Montag, 18. Mai, hätte starten sollen. Bei der Einigung selbst floss kein Geld zwischen den beiden Parteien. Beide Anwaltsteams sprachen im Nachgang von einem für sie tragbaren Ergebnis und betonten in einer gemeinsamen Erklärung, „Nur noch ein einziges Mal“ bleibe für alle Beteiligten ein wichtiges Projekt zum Thema häusliche Gewalt.
Angefangen hatte der Streit im Dezember 2024. Lively reichte damals eine Beschwerde beim California Civil Rights Department gegen Baldoni und dessen Wayfarer-Mitarbeiter ein und warf ihm sexuelle Belästigung am Set sowie eine gezielte Rufmord-Kampagne gegen sie vor, nachdem sie das angebliche Fehlverhalten öffentlich gemacht hatte. Baldoni verklagte daraufhin Lively, ihren Ehemann Ryan Reynolds sowie die New York Times auf 400 Millionen Dollar wegen Verleumdung. Ein Richter wies diese Klage im Juni 2025 ab.
Teure Anwälte auf beiden Seiten
Wie teuer der Rechtsstreit insgesamt wurde, zeigt eine weitere Zahl. Laut Berichten aus dem Umfeld des Verfahrens sollen die Anwaltsteams beider Seiten zusammen rund 60 Millionen Dollar verdient haben. Livelys Anwälte Michael Gottlieb und Esra Hudson kommentierten die aktuelle Forderung mit deutlichen Worten. „Dank dieser wegweisenden Entscheidung wissen alle, die eine Klage als Einschüchterungswaffe einsetzen wollen, dass so ein Vorgehen Konsequenzen hat“. Der Wert des Urteils liege im Präzedenzfall, den es schaffe, in der Verantwortung, die es einfordere, und im Schutz für all jene, die künftig wegen offener Worte ähnliche Vergeltung erleben könnten.
Ob Baldoni die volle Summe tatsächlich zahlen muss, entscheidet sich erst in den kommenden Wochen. Immerhin, ganz billig wird der Rechtsstreit für ihn ohnehin nicht mehr.