„Call the Midwife“-Prequel: BBC dreht „Sisters in Arms“ - diese bekannten Figuren kehren jung zurück
BBC dreht das Hebammen-Prequel Sisters in Arms. Spielort ist Poplar 1939 während des Blitz, Start als Weihnachts-Dreiteiler geplant.
Das Nonnatus House kehrt zurück, allerdings weit in die Vergangenheit. Die BBC hat die Dreharbeiten zu „Call the Midwife: Sisters in Arms“ in Longcross, Surrey begonnen. Das Prequel zur beliebten Hebammenserie spielt im September 1939 in Poplar, London, genau zu dem Moment, als Großbritannien Deutschland den Krieg erklärte. Statt der gewohnten Fahrradkörbe mit Neugeborenen steht diesmal der Blitz im Mittelpunkt. Zunächst startet die Serie als dreiteiliger Weihnachts-Special, eine komplette Staffel soll später folgen.
Alte Bekannte, jung und neu besetzt
Wer „Call the Midwife“ kennt, kennt auch die Gesichter hinter den Schleierhauben. Nun bekommt man sie in einer Zeit zu sehen, in der sie diese Hauben noch kaum tragen. Showrunnerin Heidi Thomas (OBE), die die Originalserie seit der ersten Folge schreibt, hat das Prequel entwickelt. Erzählt wird es aus der Perspektive der älteren Schwester Julienne, gesprochen von Jenny Agutter, die diese Rolle seit 2012 im Original verkörpert.
Die junge Version von Schwester Julienne spielt Helena Wilson. Helen Schlesinger übernimmt Schwester Monica Joan in ihren besten Jahren. Das ist keine kleine Aufgabe, denn Monica Joan starb am Ende der 15. Staffel der Originalserie, und ihr Tod gehörte zu den emotionalsten Momenten der langen Laufzeit. Amy Booth-Steel spielt die junge Schwester Evangelina, die als Luftschutzwärtin voll in ihrem Element ist.
Julie Hesmondhalgh, bekannt aus „Mr Bates vs the Post Office“ und „Broadchurch“, ist als Gaststar Schwester Alice dabei. Bally Gill, zuletzt in „Slow Horses“ zu sehen, spielt den örtlichen Hausarzt Dr. Kit Malhotra. Als weltliche Hebammen gehören Sybil Maxted (Lizzie Back), Olive Dobbs (Ellie Mckay) und Marianne Siegler (Liv Andrusier) zum Team.
Den jungen Fred Buckle, den Fans aus dem Original als verschmitzten Hausmeister kennen, spielt Ciaran Bowling. Ben Rose übernimmt den jungen Dr. Patrick Turner, der im Prequel noch schüchtern auf Tanzbällen auftritt, bevor er zur prägenden Figur von Poplar wird. Martin McCann gastiert als Tommy Moffat, Rachel O'Connell als seine Frau Mary, Ami Metcalf als Betty Buckle.
Bomben, Geburten und kein Penicillin
Die Prämisse ist düster und gleichzeitig typisch für das, was Thomas kann. Im September 1939 gibt es noch kein Penicillin, keine Lachgasmaske, keinen Wohlfahrtsstaat. Und dann kommt der Krieg. Frauen gebären in U-Bahn-Schächten, Familien werden auseinandergerissen, ganze Straßen verschwinden unter Trümmern. Die Verdunkelung macht jeden Einsatz der Hebammen zur Geduldsprobe, der Bombenangriff macht ihn zur Mutprobe.
Thomas selbst beschreibt, dass sie die Idee aus einer simplen Frage entwickelte. Wer waren diese Frauen, bevor sie zu den Figuren wurden, die wir kennen? Ihre Antwort liegt in einer Zeit, die BBC-Drama-Chefin Lindsay Salt als bisher aufregendste Richtung der Reihe bezeichnete. Executive Produzentinnen Pippa Harris und Ann Tricklebank begleiten das Projekt aus der Originalmannschaft.
Wann kommt das Prequel nach Deutschland?
Einen konkreten Sendetermin für „Call the Midwife: Sisters in Arms“ gibt es noch nicht. Der Weihnachts-Dreiteiler ist das erklärte Startziel der BBC, danach folgt eine vollständige Staffel. In Deutschland laufen Teile der Originalserie „Call the Midwife“ im ZDF und in ONE sowie in der ARD-Mediathek. Ob das Prequel denselben Weg nimmt, ist bisher nicht bekanntgegeben worden.