Von Nomadland bis Life of Pi: 10 Reise- und Abenteuerfilme fürs Fernweh
Zehn Reise- und Abenteuerfilme fürs Fernweh, von „Die Schneegesellschaft“ bis „Life of Pi“, verfügbar auf Netflix, Disney+, Prime Video, Apple TV und Paramount+.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 3. Juli 2026
Der Sommer ist da, aber das große Reisebudget nicht immer. Zum Glück schickt das richtige Kino einen trotzdem los, über Anden, Ozeane und endlose Highways, ganz ohne Koffer. Diese zehn Filme bündeln Fernweh, echtes Abenteuer und den Mut zum Aufbruch.
Sortiert ist die Liste nach Wirkung, nicht nach Erscheinungsjahr. Wer den größten Sog sucht, startet oben. Wer den Abend leichter ausklingen lassen will, blättert nach unten. Verteilt sind die Titel über Netflix, Disney+, Prime Video, Apple TV und Paramount+, damit für jedes Abo etwas dabei ist.
Platz 1, Die Schneegesellschaft auf Netflix
144 Minuten, die einen nicht mehr loslassen. „Die Schneegesellschaft“ läuft bei Netflix und erzählt vom Absturz einer uruguayischen Rugbymannschaft mitten in den Anden im Jahr 1972 und vom Überlebenskampf der jungen Männer im ewigen Eis. Regisseur J.A. Bayona drehte in großen Teilen im echten Tal der Tränen, wo sich das Unglück zutrug, und Enzo Vogrincic trägt die Geschichte als stiller Erzähler Numa. Zwei Oscar-Nominierungen im Jahr 2024 bestätigten, was das Publikum längst spürte. Wer gut zwei Stunden totale Immersion sucht, ist hier goldrichtig.
Platz 2, Life of Pi auf Disney+
127 Minuten Bildgewalt, die 2012 Maßstäbe setzten. „Life of Pi“ steht bei Disney+ bereit und begleitet den jungen Pi Patel, der nach einem Schiffbruch mit einem bengalischen Tiger namens Richard Parker in einem Rettungsboot über den Pazifik treibt. Ang Lee holte für die schwebende Bildsprache vier Oscars, darunter den für die beste Regie. Der Stoff nach dem Roman von Yann Martel verhandelt Glauben, Angst und Wildnis auf offener See. Ein Abend, der lange nachhallt.
Platz 3, Das erstaunliche Leben des Walter Mitty auf Disney+
114 Minuten reine Aufbruchsstimmung. „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ gibt es bei Disney+ und folgt einem grauen Bürohengst, der aus seinen Tagträumen ausbricht und tatsächlich nach Grönland, Island und in den Himalaya reist. Ben Stiller führte Regie und spielt die Hauptrolle, an seiner Seite Kristen Wiig. Die berühmte Longboard-Fahrt entstand real auf isländischen Straßen. Kaum ein Film macht so ansteckend Lust, den Schreibtisch stehen zu lassen und einfach loszuziehen.
Platz 4, Everest auf Prime Video
121 Minuten am Rand der Todeszone. „Everest“ läuft bei Prime Video und rekonstruiert das Unglück am höchsten Berg der Welt im Jahr 1996, als zwei Expeditionen in einen tödlichen Sturm geraten. Jason Clarke, Jake Gyllenhaal, Josh Brolin und Keira Knightley bilden ein starkes Ensemble. Regisseur Baltasar Kormákur ließ in den Dolomiten und in Nepal drehen, damit die Höhe echt wirkt. Wer Abenteuer mit eiskaltem Nervenkitzel mag, sollte hier zwei Stunden einplanen.
Platz 5, Nomadland auf Disney+
108 Minuten stiller Weite. „Nomadland“ steht bei Disney+ und zeigt Fern, eine Frau um die sechzig, die nach dem Verlust ihres Jobs im Van durch den amerikanischen Westen zieht und von Gelegenheitsarbeit zu Gelegenheitsarbeit reist. Frances McDormand spielt sie so ungeschminkt, dass echte Nomaden wie Bob Wells und Swankie im Cast kaum auffallen. Chloé Zhao gewann dafür drei Oscars, unter anderem als beste Regisseurin. Ein leiser Film über Freiheit und Verlust, ideal für einen nachdenklichen Abend.
Platz 6, The Lost City auf Paramount+
112 Minuten Dschungel und Slapstick. „The Lost City“ gibt es bei Paramount+ und schickt die menschenscheue Liebesroman-Autorin Loretta zusammen mit ihrem Cover-Model Alan auf eine chaotische Schatzsuche zu einer verschollenen Stadt. Sandra Bullock und Channing Tatum spielen das ungleiche Paar, Daniel Radcliffe gibt den Bösewicht, und Brad Pitt sorgt in einem kurzen Gastauftritt für die größten Lacher. Gedreht wurde in der Dominikanischen Republik. Leichtes Abenteuerkino für einen unbeschwerten Abend.
Platz 7, The Way auf Prime Video
123 Minuten auf dem Jakobsweg. „The Way“ läuft bei Prime Video und begleitet einen amerikanischen Arzt, der nach Frankreich reist, um seinen verunglückten Sohn zu holen, und dann selbst den Camino de Santiago quer durch Nordspanien wandert. Martin Sheen spielt den Trauernden, sein echter Sohn Emilio Estevez führte Regie und übernahm eine Nebenrolle. Der Film wurde zum stillen Kultstück unter Pilgern. Wer von einer langen Wanderung träumt, findet hier zwei Stunden Fernweh pur.
Platz 8, Jungle auf Prime Video
115 Minuten am Limit. „Jungle“ steht bei Prime Video und beruht auf der wahren Geschichte des Backpackers Yossi Ghinsberg, der bei einer Expedition im bolivianischen Amazonas von seiner Gruppe getrennt wird und drei Wochen ganz allein im Regenwald ums Überleben kämpft. Daniel Radcliffe spielt ihn weit entfernt von seiner Zauberer-Rolle, ausgemergelt und verzweifelt. Regie führte der Australier Greg McLean. Ein Abenteuer, das aus jeder Fernweh-Fantasie schnell blanken Respekt vor der Wildnis macht.
Platz 9, Die Reise des jungen Che auf Netflix
126 Minuten Aufbruch auf zwei Rädern. „Die Reise des jungen Che“ läuft bei Netflix und erzählt, wie der junge Ernesto Guevara und sein Freund Alberto im Jahr 1952 auf einem klapprigen Motorrad quer durch Südamerika fahren, von Argentinien über die Anden bis nach Machu Picchu und in eine Leprakolonie am Amazonas. Gael García Bernal verkörpert den späteren Revolutionär als staunenden Studenten. Walter Salles inszenierte den Roadtrip, der Song „Al Otro Lado del Río“ gewann einen Oscar. Eine Reise, die einen Menschen für immer verändert.
Platz 10, Ghosted auf Apple TV
116 Minuten Tempo um die halbe Welt. „Ghosted“ gibt es bei Apple TV und wirft den bodenständigen Farmer Cole mitten in ein globales Abenteuer, als seine neue Bekanntschaft Sadie sich als Geheimagentin entpuppt und ihn von London bis in die Wüste mitreißt. Chris Evans und Ana de Armas sorgen für das nötige Knistern, Dexter Fletcher inszenierte die turbulente Actionkomödie. Kein Preisträger, aber genau der richtige Popcorn-Trip, wenn das Fernweh vor allem nach Spaß und Bewegung verlangt.
So findet man den richtigen Film für den Abend
Wer echtes Überleben spüren will, greift zu „Die Schneegesellschaft“ oder „Everest“. Für großes Kino mit Herz passen „Life of Pi“ und „Nomadland“. Wer schlicht abschalten und lachen möchte, nimmt „The Lost City“ oder „Ghosted“. Und wer selbst vom Aufbrechen träumt, folgt „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“ auf die Straße oder wandert mit „The Way“ los. Egal wie, das Fernweh kommt garantiert. Versprochen!