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Von Reacher bis Peacemaker: 10 Action-Serien, die wirklich Tempo machen

Zehn Action-Serien von Reacher bis Slow Horses, mit Plattform, Folgenzahl und Starttermin. Der Überblick für Netflix, Prime Video, Apple TV und HBO Max.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 14. August 2026

Veröffentlicht am Freitag, 14. August 2026 · 5 Min. Lesezeit

Action im Stream heißt längst nicht mehr nur Explosion und Verfolgungsjagd, denn die stärksten Vertreter des Genres holen ihre Wucht aus Figuren, die etwas zu verlieren haben, und aus Gegnern, die klüger sind als der Held.

Die folgenden zehn Serien verteilen sich auf sechs Dienste und decken das volle Programm vom Faustkampf im Kleinstadtstaub bis zum Geheimdienstduell im Großraumbüro ab. Sortiert ist nach Wucht und Aktualität, und nicht etwa nach Erscheinungsjahr. Wer sofort loslegen will, fängt oben an, wer es langsamer mag, unten.

Platz 1, Reacher auf Prime Video

Acht Folgen pro Staffel, ein Hüne, wenig Dialog. „Reacher“ macht aus Lee Childs Romanfigur einen Ermittler, der Probleme mit den Fäusten sortiert, und Alan Ritchson füllt die Rolle körperlich aus wie kein Zweiter. Die vierte Staffel läuft seit dem 12. August bei Prime Video, sie adaptiert den Roman „Gone Tomorrow“ und beginnt mit einer Begegnung in einer nächtlichen U-Bahn. Drei Folgen gab es sofort, danach geht es wöchentlich bis zum Finale am 16. September. Ein Einstieg ohne Hausaufgaben, weil jede Staffel für sich steht.

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Platz 2, Lioness auf Paramount+

Zoe Saldaña führt in „Lioness“ eine verdeckte CIA-Einheit, deren Operatorinnen sich ins Umfeld ihrer Zielpersonen einschleichen und dort Freundschaften vortäuschen. Nicole Kidman und Morgan Freeman ziehen im Hintergrund die politischen Fäden. Taylor Sheridan schreibt das als Militärthriller ohne Heldenpathos, in dem jeder Einsatz privat etwas kostet. Die dritte Staffel läuft seit dem 2. August bei Paramount+, acht Folgen im Wochenrhythmus bis zum 20. September. Zwei Folgen am Stück füllen einen Abend.

Platz 3, The Night Agent auf Netflix

Ein FBI-Mann bewacht im Keller des Weißen Hauses ein Telefon, das monatelang stumm bleibt. Bis es klingelt. „The Night Agent“ baut daraus den vermutlich schnellsten Verschwörungsthriller im Netflix-Katalog, mit Gabriel Basso als Peter Sutherland. Drei Staffeln liegen vor, jede mit zehn Folgen und einem eigenen Auftrag, die dritte seit Februar 2026. Der Auftakt gehörte 2023 zu den meistgesehenen Serienstarts, die Netflix je hatte. Cliffhanger am Folgenende sind hier Prinzip, ein Abend endet selten nach einer Episode.

Platz 4, Fallout auf Prime Video

Gut zweihundert Jahre nach dem Atomkrieg steigt eine behütete Bunkerbewohnerin an die verstrahlte Oberfläche. „Fallout“ übersetzt die Videospielreihe in acht Folgen pro Staffel und mischt Retro-Charme mit ziemlich rabiatem Humor. Ella Purnell spielt Lucy, Walton Goggins den untoten Kopfgeldjäger ohne Nase. Die zweite Staffel führt seit Dezember nach New Vegas, wo Justin Theroux als Robert House über die Ruinen der Wüstenstadt herrscht. Acht Folgen, die an zwei langen Abenden weg sind.

Platz 5, Peacemaker auf HBO Max

John Cena spielt einen Söldner im silbernen Helm, der für den Frieden tötet und danach mit seinem Adler frühstückt. „Peacemaker“ ist die vulgärste und gleichzeitig traurigste Superheldenserie der vergangenen Jahre, geschrieben und inszeniert von James Gunn. Der Vorspann mit dem einstudierten Gruppentanz zum Glam-Rock-Stück von Wig Wam ist längst Kult. Beide Staffeln haben acht Folgen, die zweite schickt Chris Smith in eine Parallelwelt, in der sein Leben besser gelaufen wäre. Läuft bei HBO Max, gut acht Stunden für zwei Wochenenden.

Platz 6, Daredevil: Born Again auf Disney+

Charlie Cox schlägt sich wieder als blinder Anwalt durch die Nächte von New York, während Vincent D'Onofrio als Wilson Fisk nach dem Bürgermeisteramt greift. „Daredevil: Born Again“ holt die Härte der alten Netflix-Serie zurück, samt langer Kampfsequenzen ohne sichtbaren Schnitt. Die Produktion wurde 2024 mitten in der Entstehung umgebaut, mit neuem Showrunner und nachgedrehten Folgen, was der Serie sichtbar gutgetan hat. Staffel 1 hat neun Folgen, Staffel 2 acht, zusammen also gut eine Woche Feierabendprogramm bei Disney+.

Platz 7, The Boys auf Prime Video

Superhelden als Markenprodukte eines Konzerns, vermarktet wie Popstars und gefürchtet wie Despoten. „The Boys“ dreht die Rettergeschichte um und lässt Karl Urban als Billy Butcher mit schmutzigen Mitteln gegen Antony Starrs Homelander antreten. Im Frühjahr 2026 hat die fünfte Staffel die Serie mit acht Folgen zu Ende gebracht, Grundlage war die Comicreihe von Garth Ennis und Darick Robertson. Vierzig Folgen liegen bei Prime Video, wer bei null anfängt, hat mehrere Wochen Programm. Zartbesaitete lassen besser die Finger davon.

Platz 8, Hijack auf Apple TV

Idris Elba verhandelt in „Hijack“ um Leben und Tod, und das fast in Echtzeit. Die erste Staffel sperrt ihn über sieben Folgen in ein entführtes Flugzeug von Dubai nach London, die zweite verlegt die Geiselnahme in eine gekaperte Berliner U-Bahn und dehnt sie auf acht Folgen. Der Reiz liegt darin, dass Sam Nelson kein Kämpfer ist, sondern ein Verhandlungsprofi, der mit Worten Zeit kauft. Eine Folge entspricht ungefähr einer Stunde Handlung, weshalb das Format das Durchschauen am Stück regelrecht belohnt. Bei Apple TV.

Platz 9, Man on Fire auf Netflix

Yahya Abdul-Mateen II spielt einen ausgebrannten Veteranen der Special Forces, der als Leibwächter in Rio de Janeiro anheuert und nach einem Bombenanschlag zum Rachefeldzug ansetzt. „Man on Fire“ ist die dritte Verfilmung des Romans von A. J. Quinnell, nach den Kinofassungen von 1987 und 2004 mit Denzel Washington. Sieben Folgen liegen seit Ende April komplett bei Netflix, Showrunner ist Kyle Killen. Die Serie nimmt sich mehr Zeit für den zerstörten Mann hinter der Waffe, als der Film es je konnte. Ein Wochenende reicht.

Platz 10, Slow Horses auf Apple TV

Wer beim britischen Geheimdienst MI5 patzt, landet im Slough House, der Abstellkammer des Dienstes. „Slow Horses - Ein Fall für Jackson Lamb“ ist die leiseste Serie dieser Liste und trotzdem die mit den härtesten Verlusten, weil Gary Oldmans Jackson Lamb seine Leute regelmäßig verheizt. Sechs Folgen pro Staffel, fünf Staffeln liegen bei Apple TV, die sechste startet am 16. September. Den Titelsong hat Mick Jagger eigens für die Serie geschrieben und eingesungen. Sechs Folgen sind an zwei Abenden erledigt.

Wie man sich entscheidet, wenn nur ein Abend frei ist

Wer heute anfangen und nicht wochenlang streamen will, greift zu Hijack oder Man on Fire, beide bleiben unter acht Folgen. Wer laufend Nachschub braucht, ist bei Reacher und Lioness richtig, weil dort gerade wöchentlich neue Folgen kommen. Für Zynismus und schwarzen Humor sorgen The Boys und Peacemaker, für kalte Spannung ohne Explosionen Slow Horses. Und wer einfach nur zusehen will, wie ein Hüne eine Kleinstadt sortiert, weiß längst, wo Platz 1 steht. Es lohnt sich wirklich. Versprochen!