Doctor Who: BBC bestätigt Fortsetzung nach Showrunner-Abgang
BBC-Chef Matt Brittin verspricht die Rückkehr von „Doctor Who“ nach dem Abgang von Russell T Davies, Bad Wolf und Disney+. Ein Termin steht noch nicht fest.
„Doctor Who“ geht doch weiter. BBC-Generaldirektor Matt Brittin hat der Kultserie einen Fortbestand zugesichert.
Das kommt, nachdem sich Showrunner Russell T Davies, Produktionsfirma Bad Wolf und Ko-Produzent Disney+ von der Serie getrennt haben. Einen Starttermin für neue Folgen nennt die BBC bislang nicht.
Was Brittin ankündigt
Brittin äußerte sich anlässlich der Veröffentlichung des BBC-Jahresberichts zur Zukunft der Serie. „Diese Serie hat sich in ihrer über sechzig Jahre langen Geschichte schon mehrfach regeneriert, und das werden wir wieder tun“, sagte der BBC-Chef.
Die BBC feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen, und Brittin nutzte den Anlass für ein Bekenntnis zur Marke. „Wir können Serien, die die Menschen lieben, kreativ erneuern, und genau daran arbeiten wir gerade mit Hochdruck“, ergänzte er.
Der Umbruch hinter der Kamera
Der Ankündigung ging ein turbulentes halbes Jahr voraus. Im Juni strich die BBC das für 2026 geplante Weihnachtsspecial ersatzlos, weil die Serie gerade komplett neu aufgestellt wird. Die BBC begründete den Verzicht damit, „Doctor Who“ richtig für kommende Staffeln aufzustellen, statt mit einem Einzelspecial zu überbrücken.
Kurz darauf verließen Showrunner Russell T Davies und Produktionsfirma Bad Wolf die Serie, und auch Ko-Produzent Disney+ zog sich zurück. Einen Monat zuvor hatte die BBC zudem angekündigt, die Produktion künftig öffentlich auszuschreiben, statt sie exklusiv an eine Firma zu vergeben.
Davies selbst nahm den Abschied gelassen. „Ihr müsst euch noch etwas gedulden, bis neue Folgen von Doctor Who kommen, aber dafür wartet ihr am Ende auf mehr als nur ein Einzelspecial. Es lohnt sich also“, schrieb er an die Fans.
Der größere BBC-Kontext
Der Zeitpunkt der Ankündigung ist kein Zufall. Derselbe Jahresbericht warnte vor der finanziellen Lage des Senders. BBC-Chairman Samir Shah erklärte, das aktuelle Finanzierungsmodell könne den öffentlich-rechtlichen Auftrag nicht mehr tragen, weil deutlich mehr Haushalte den Sender nutzen als ihn finanzieren.
Brittin selbst sprach von einem Moment echter Gefährdung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Großbritannien. Er kündigte an, die BBC in dieser Lage neu zu erfinden, und rückte die Zukunft von „Doctor Who“ damit sichtbar in diesen größeren Umbau.
Wann geht es weiter?
Ein festes Datum nennt die BBC bislang nicht. Erste Spekulationen gehen von einem inoffiziellen Zieltermin im Jahr 2028 aus, offiziell bestätigt ist das aber nicht.
Für Fans der über sechzig Jahre alten Serie heißt es also weiter warten. Immerhin steht fest, dass der Doktor zurückkehrt, auch wenn noch offen ist, wer ihn hinter der Kamera in die nächste Ära führt.